Constructing Communities

Diese Arbeit untersucht, wie Räume, die durch den Bau der Münchner Nordost-Stadterweiterung und die dazugehörige Infrastruktur vorübergehend fragmentiert werden, in einen zusammenhängenden kollektiven Korridor sowie gemeinschaftlich nutzbare Räume transformiert werden können. Ziel ist es, Orte zu schaffen, die Engagement, Bildung und resiliente soziale Netzwerke fördern und damit Inklusion, Diversität und nachhaltige Entwicklung über die kommenden 25 Jahre hinweg unterstützen.Urbane Transformationsprozesse gehen dabei weit über bauliche Eingriffe hinaus. Während der Bauphase entstehen neue physische und soziale Grenzen, die Nachbarschaften trennen, Netzwerke schwächen und den Zugang zu Räumen einschränken. Gleichzeitig treffen unterschiedliche Interessen von bestehenden und neuen Bewohner*innen aufeinander, was zu Spannungen, Ausschlussmechanismen und ungleicher Aneignung von Raum führen kann. Soziale Räume werden häufig erst spät berücksichtigt oder als nachgelagerte Ergänzung verstanden, wodurch Potenziale für Austausch, Teilhabe und Gemeinschaft ungenutzt bleiben. Besonders an den Rändern der Stadt zeigt sich, dass Fragen von Diversität und Inklusion zwar im urbanen Zentrum intensiv diskutiert werden, in Transformations- und Übergangsräumen jedoch oft keine angemessene räumliche Übersetzung finden.Die Thesis versteht diese Problemlagen nicht als unvermeidbare Begleiterscheinungen, sondern als Ansatzpunkte für eine alternative räumliche Strategie.

Simon Meindl

Master

Masterthesis

Sommersemester 2025, Wintersemester 2025/2026

Prof. Mark Michaeli – Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land

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