der raum dazwischen

Lewin Schmid
Virginia Kiaulehn
Lisa André
PublikationProfessur
Baukonstruktion und Baustoffkunde
Projektarbeit

DICHT NEU DEFINIERT
DURCH REDUZIERTES TRAGWERK
DURCH MINIMALE ERSCHLIESSUNG
DURCH OFFENE GRUNDRISSE

Unser Ziel, der Wohnungsnot in München entgegen zu wirken, haben wir mit drei Entscheidungen erreicht. Durch ein reduziertes Tragwerk, welches aus vier Stützen in der Vertikalen und Haupt- und Nebenklägern in der Horizontalen besteht, haben wir es geschafft wenig bewohnbare Fläche zu verschwenden. Die Konstruktion wird im Grundriss zelebriert, spannt Zonen auf und trägt positiv zum Raumgefühl bei. Mit Besonderheiten, wie der Anpassung der U-Profile an den Momentenverlauf oder der übereinanderliegenden Träger verstärkt sich die Wirkung der Konstruktion.

Ein weiterer Punkt der sich positiv auf die Dichte unseres Gebäude auswirkt, ist die Umsetzung unseres Erschließungskerns. Dieser beschränkt sich auf 18 Quadratmeter pro Geschoss und dient einzig und alleine der Erschließung der Wohnungen.

Auch in den Grundrissen ist der Leitfaden erkennbar, so wenig nicht-bewohnbaren Raum wie möglich zu generieren, um effizienteren Wohnraum für die Bewohner zu schaffen. Anstelle von Wänden, die den möglich mietbaren Raum in Anspruch nehmen, bietet die platzsparende Stahlkonstruktion die Möglichkeit, auf jedem Geschoss einen offenen Grundriss umzusetzen. Raumbildende Schiebeelemente können aufgrund der gestapelten Konstruktion in der Ebene der Nebenträger verschoben werden. Als verschiebbares Schrankelement bieten sie somit eine sehr flexible Grundrissgestaltung, nutzen aber gleichzeitig jeden verfügbaren Platz. Da eine kleinteilige Raumaufteilung möglich ist, kann die Anzahl der Mieter variieren.

Weil die Dichte in unserem Wohnhaus so herausstechend ist, hat der Bauherr zugestimmt das Erdgeschoss als mögliche Freifläche zum Wohle des Viertels zu gestalten. Hier wird platz für Kultur, Bildung und Sport geschaffen, was nicht nur die Balance des Gebäudes, sondern der auch sonst sehr dicht bebauten Nachbarschaft verbessert.

Die Kombination von räumlicher Dichte und sozialer Breite bestimmt das städtische Leben, das immer im »Dazwischen« stattfindet – dem Raum, der allen gehört. Wohnqualität basiert auf einem wohl proportionierten Verhältnis von privaten Wohnbereichen und einem gesunden Anteil an gemeinschaftlich genutzten Flächen.

Schiebeelemente
Die Dichter
Straßenansicht
Die Dichter
Grundrisse 1:200
Die Dichter
Fassadenschnitt 1:50
Die Dichter
5. OBERGESCHOSS GRUNDRISS 1:20
Die Dichter
Küche 1:20
Die Dichter