Wie sozialgerecht ist unsere Architektur?

Soziale und ökologische Herausforderungen, wie die Klimakrise, der demografische Wandel und Wohnraumknappheit aufgrund fortschreitender Urbanisierung, führten über die letzten Jahrzehnte zu einem Wandel des Berufsbildes der ArchitektInnen und StadtplanerInnen. Heute sind wir nicht mehr nur DienstleisterInnen und AuftragnehmerInnen, sondern InitiatorInnen, EntwicklerInnen und ModeratorInnen, die „zugleich global tätig, lokal integriert und sozial engagiert“ (Anh-Linh Ngo, ARCH+) agieren.

Im Rahmen der AJA 2020 zum Thema Update Architektur! stellen wir die Frage nach der sozialen Verantwortung unserer Architektur und wollen wissen, wie sich unser verändertes Berufsbild auf die Architekturpraxis auswirkt. Wie entwerfen wir nachhaltige und sozialgerechte Gebäude, Viertel und Regionen? Und gestalten wir dementsprechend Planungsabläufe zu einer solchen Umwelt inklusiv? Wie gleichberechtigt arbeiten zum Beispiel Frauen und Männer?

Beiträge zu diesen Fragen liefern einerseits die genaue Untersuchung von vor Herausforderungen stehender Regionen und Städten, wie im Rahmen der Forschungsarbeit „Alltagsversorgung im ländlichen Raum“ an der Professur von Prof. Mark Michaeli und andererseits die Entwicklung neuer Konzepte und Ideen, wie im Entwurfsprojekt „Mix it Up!“ an der Professur von Francis Kéré oder in der Masterthesis von Tanja Gerum „Urban Living Lab“ bei Prof. Benedikt Boucsein. Die Forschungsarbeit „Frauen in der Architektur“ an den Professuren von Prof. Hermann Kaufmann, Prof. Susanne Ihsen (†) und Prof. Paula-Irene Villa Braslavsky erforscht den geschlechterbedingten strukturellen Drop-out , während im Seminar „Geschlechterdiskurse in Bauten, Bildern und Texten“ an der Professur von Prof. Dietrich Erben theoretische Themen zur gendergleichberechtigten Architekturpraxis betrachtet werden. – Anna-Maria vom #AJA20Team

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