Windschule in der Tannisbugt bei Skagen

Johannes Ewerbeck
PublikationProfessur
Entwerfen und Gestalten
Projektarbeit

Ort für die Windschule ist die Tannisbugt in Nordjütland.

In Skagen, dem nördlichsten Punkt Dänemarks, treffen Skagerrak (Nordsee) und Kattegat (Ostsee) aufeinander. Die elementaren Kräfte des Windes, die Wasser und Sand bewegen und das Land sukzessive verändern, sind hier ganzjährig erfahrbar. Besonders die Frühjares- und Herbstmonate sind ideal zum Wind- und Kitesurfen, Wellenreiten und zum Segeln kleinerer Bootsklassen.

Südwestlich von Skagen befindet sich die Tannisbugt.

Die Tannisbugt ist ein beliebtes Ziel für Windsportler, da die Küste parallel zur vorherrschenden westlichen Windrichtung verläuft und damit eine ideale Möglichkeit zum Segeln und Surfen bietet. Der Küstenabschnitt ist geprägt von verschiedenen Landschafts- schichten, die man auf dem Weg zum Meer durchschreitet.

Vom schützenden Wald heraus gelangt man auf die Dünen. Von hier hat man einen guten Blick auf die Landschaftsschichtung der Tannisbugt.
Über einen Steg führt der Weg weiter durch dichtes und sumpfiges Schilf in die nächste Schicht, das Dünengras.
Am Strand angekommen erfährt man die Weitläufigkeit der Tannisbugt und spürt die Kräfte des Ortes. Der Weg endet an der Brandung.
Die unterschiedlichen Empfindungen in den Schichten sind nachhaltig vom Ort in Erinnerung geblieben.

warm – kalt
dunkel – hell
ruhig – wild

Aus den Gegensätzen der Landschaftsschichten lassen sich architektonische Gegensätze für die Ausformulierung des Konzepts formulieren.

horizontal – vertikal
natürlich – geometrisch
offen – geschützt

Die unterschiedlichen Wahrnehmungen des Ortes werden in der Architektur erlebbar gemacht, indem das Programm der Windschule vertikal übereinander gestapelt wird.

Sport – Gemeinschaft – Individuum