Stimmen aus dem AJA-Team: Lisa Luksch

Im Rahmen der Architektur Jahresausstellung der TUM-Architekturfakultät sammeln wir Stimmen zu der Frage, wo in der Architektur und der Architekturlehre ein Update nötig ist.
Auch innerhalb des AJA-Teams wurden Haltungen zu der Frage entwickelt, was Update Architektur für den Einzelnen bedeutet.

Das Thema der diesjährigen Jahresausstellung bedeutet für mich besonders die Auseinandersetzung der Architektur mit den ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen des Umbruchs, den wir durch Krisen wie den Klimawandel erleben.
Die Verantwortung der Baubranche die Krise betreffend ist unumstritten und sollte einen Wan- del zu Folge haben, der Gegebenes hinterfragt und auf neue, innovative Ansätze setzt, die nicht nur die Art des Bauens, den Einsatz von Materialien und die Entwicklung von Energiekonzepten, sondern auch die Form des Zusammenlebens, die Definition von Solidarität und den Umgang mit Bestand überdenken.

Die Lehre muss in diesem Kontext die Rolle eines Vorbilds und Vorreiters annehmen, kreative Ideen sollten gefördert und das Kollektiv gestärkt werden. Bewährte Ansätze und Methoden sollten auf gegebene Umstände reagieren, aus Fehlern Lehren gezogen und aus Stärken zukunftsfähige Konzepte entwickelt werden, die den Mut haben, sich von Normen zu lösen, die uns nicht vorwärts bringen, sondern nur bremsen.

Architektinnen und Architekten werden auf einem breiten Feld ausgebildet und entwickeln während des Studiums Haltungen und Motivationen, die sie für eine Auseinandersetzung mit zukünftigen Strukturen qualifizieren.

Die Ausstellung sollte eben diese Projekte zeigen, in denen Studierende sich mit Themen auseinander setzen, die zwangsläufig zukunftsrelevant sind; sollte Lösungen aufzeigen, die junge Leute motiviert, an eine kollektive Bewältigung sozialer, ökologischer und ökonomischer Probleme zu glauben: Die Integration von Neuem in vorhandenen Strukturen als elementare Kommunikation auch zwischen den Generationen. Das “Update Architektur” verstehe ich als Chance, den enormen Aufgaben, die auf uns zukommen, mit Lösungsansätze zu begegnen, die Mut schöpfen lassen, für das, was kommt!