Stimmen aus dem AJA-Team: Jonas Läufer

Im Rahmen der Architektur Jahresausstellung der TUM-Architekturfakultät sammeln wir Stimmen zu der Frage, wo in der Architektur und der Architekturlehre ein Update nötig ist.
Auch innerhalb des AJA-Teams wurden Haltungen zu der Frage entwickelt, was Update Architektur für den Einzelnen bedeutet.

Der erste Gedanke der mir bei dem Thema Update Architektur kommt, ist der Wunsch nach mehr Austausch, dem interdisziplinären Studieren und Arbeiten. Darin sehe ich ein großes Potential, welches gerade einfach liegen gelassen wird. Immer wieder ist mir aufgefallen wie eingeschränkt die Perspektiven im Studium sind und wie viel es hilft vielfältigen Austausch zu haben. Besonders Kommunikation wird durch intensive Zusammenarbeit geschult, der Fokus geschärft, was im eigenen Bereich wesentlich ist und wo man auf die Expertise anderer zurückgreifen kann. Je weiter das Studium fortschreitet desto mehr entsteht bei mir das Gefühl, das die Lerninhalte zu sehr auf das Detail ausgelegt sind und ein weiter Blick jedem Einzelnen selbst überlassen ist. Die Möglichkeiten schöpfen nur die Wenigsten aus. Zwar gibt das Praktikum mehr Einblick in die Realität und auf jeden Fall ist die Freiheit für Kreativität im Studium unglaublich wertvoll; doch könnte seitens der Hochschule bereits zu Beginn des Studiums dieses Sensibilisieren passieren, der Blick der Studierenden geweitet werden. Wahrscheinlich würde sich die Qualität schon wesentlich ändern, gäbe es ein klares Konzept und Absprachen unter den einzelnen Lehrstühlen. Häufig kommt es zu Dopplungen in der Lehre und eine fehlende Verknüpfung. Die eine Hand weiss nicht was die andere macht. Gerade das sollte doch eigentlich die Stärke unserer Profession sein, zu ordnen, zu organisieren und den Gesamtkontext im Auge behalten. Als Beispiel; eben nicht den Entwurf für Landschaftsarchitektur übernehmen sonder die Funktion verstehen und eine Verbindung herstellen.
Ich wünsche mir, dass die Bearbeitung der Ausstellung einen Ansatz schafft um in Zukunft vernetzter zu sein.