Stimmen aus dem AJA-Team: Anna Trautmann

Im Rahmen der Architektur Jahresausstellung der TUM-Architekturfakultät sammeln wir Stimmen zu der Frage, wo in der Architektur und der Architekturlehre ein Update nötig ist.
Auch innerhalb des AJA-Teams wurden Haltungen zu der Frage entwickelt, was Update Architektur für den Einzelnen bedeutet.

Heute schon sind mehr als 60% der aktuellen Bauaufgaben mit Einbezug des Bestehenden zu entwickeln. Diese Prozentzahl wird auch in der Zukunft weiter ansteigen, deshalb ist das Bauen im Bestand mehr als nur ein update der Architektur. Es wird die zukünftige Bauaufgabe definieren und dominieren. Somit liegt ein Weg des Updates in dem Wandel von schnelllebiger und schnell verbrauchter Architektur hin zur zeitlosen Langlebigkeit. Natürlich auch mit Einbezug der klimagerechten und nachhaltigen Bauweise.

Wenn man sich an vergangenem orientiert und vergangenes überdacht wird, wird es automatisch „upgedated“. Nur ist diese neue Entwicklung oder diese neue Version nicht unbedingt positiv oder negativ zu bewerten. Die äußerst kritische Auseinandersetzung mit der Architektur von heute ist obligatorisch. Ob und wie das Update wirklich funktionieren hat, wird sich in der Zukunft zeigen.

Durch den Prozess des Hinterfragens und das ausgewählte Thema kann ein Stein ins Rollen gebracht werden. Die Ausstellung sollte nicht nur einen Überblick geben, was die Studierenden aktuell interessiert, weiterführend sollen Studierende sowie Lehrende auf den Gedanken gebracht werden, wie sie sich die Architektur in der Zukunft vorstellen und was es benötigt dieses selbst gesteckte Ziel zu erreichen.