Stimmen aus dem AJA-Team: Anna-Maria Mayerhofer

Im Rahmen der Architektur Jahresausstellung der TUM-Architekturfakultät sammeln wir Stimmen zu der Frage, wo in der Architektur und der Architekturlehre ein Update nötig ist.
Auch innerhalb des AJA-Teams wurden Haltungen zu der Frage entwickelt, was Update Architektur für den Einzelnen bedeutet.

Laut Duden ist ein Update eine „aktualisierte (und verbesserte) Version einer Software, einer Datei o. Ä.“ Was aber ist das Update Architektur?

Ein Update bietet neue Features. Smarte Technologien und alternative Konstruktionsweisen sind solche neuen Features im Update Architektur. Sie versprechen eine rundum optimierte Experience und sind aufregend zu entdecken.

In erster Linie jedoch bringt ein Update das alte System auf den aktuellen Stand und versucht, auftretende Probleme zu beseitigen. Wohnraumknappheit, demographischer Wandel und die Klimaerwärmung sind solche Herausforderungen. Das Update Architekturkommt hier mit Lösungen wie Nachverdichtung, Umnutzungen sowie neuen Wohn- und Arbeitskonzepten und klimagerechten Bauweisen.

Ein Update kommt nicht selten mit einer neuen Benutzeroberfläche. Ob man hier mit visionären Darstellungstechniken wie fotorealistische Renderings oder mit traditionellen, teilweise neuinterpretierten Designs wie Handzeichnungen, Aquarellen und Innenraummodellen geht, steht beim Update Architektur noch nicht endgültig fest.

Bei der Entwicklung eines Updates sind neue Methoden gefragt. Beim Update Architektur können uns interdisziplinäre Projekte, die digitale Lehre und Formate wie Design Build dabei helfen, neue Strategien zu entwickeln.

Vor und nach jedem Update ist eine genaue Untersuchung des Systems erforderlich. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Architektur von heute ist auch beim Update Architektur daher unumgänglich.