Stadt(berg)bau Augustenstraße Ziegel Hoch Zwei Mal Drei

Luisa Holm
Sophia Miebach
Professur
Entwerfen, Umbau und Denkmalpflege
Projektarbeit

Prof. A. Hild

Assistenten: Barbara Brinkmann, Tatiany Stamatelatos, Andreas Wolf Schulze

Die Gebäudelinie der Augustenstraße wurde im Zuge des Wiederaufbaues nach dem Zweiten Weltkrieg vom Straßenrand aus um 5 m zurückversetzt. Die Gebäude, die nicht zerstört worden waren, blieben an der ehemaligen Baulinie bestehen. Heute wechseln sich zwölf erhaltene historische Gebäude an der ursprünglichen Baulinie mit 49 Gebäuden ab, die um 5 m zurückversetzt sind.

Wir haben uns mit den südlichsten drei Häusern des bearbeiteten Straßenabschnitts beschäftigt. Beginnend mit dem Eckhaus an der Brienner- und Augustenstraße, sowie den zwei darauffolgenden Häusern in der Augustenstraße 25 und 27. Zum Teil wird die bestehende Struktur neugestaltet und der Innenraum umgebaut, aber auch durch Räumlichkeiten innerhalb der vollausgenutzten Fünf-Meter-Zone erweitert. Aufgrund des Anspruches die bestehende Augustenstraße als Ressourcenlager zu sehen, befassen sich alle drei Fassadenentwürfe mit einem zweischaligen Mauerwerksbau als Außenwandkonstruktion.

Der Entwurf für das Haus an der Ecke Brienner- und Augustenstraße sieht für die Erdgeschosszone eine gastronomische Nutzung vor und für die Regelgeschosse Wohnen in Clustern. Um den Anbau und das Wiederverwenden der vorhandenen Materialen zu verdeutlichen prallen die Fassadengestaltungen an der Ecke aufeinander. Dabei wird die Brienner Fassade mit den Elementen der bestehenden Augusten Fassade aufgefüllt und für die Augusten Fassade ein neues Bild geschaffen. Lediglich zwei unterschiedliche einteilige Fenster, aber sechs verschiedene, geschlemmte Steinformate prägen die Gestaltung der Fassadenansicht. Die Ziegel werden in einzelnen jeweils gleich hohen Lagen aufeinandergeschichtet. Da die Dämmstärke um die Fenster eine höhere ist, tauchen hier Ziegel mit der geringsten Tiefe auf. Die Stürze der Vorsatzschale bedienen sich der vorhandenen Betonteile in der Augustenstraße und variieren ebenso in ihren Abmessungen.
In der Augustenstrasse 25 dient das Erdgeschoss als Ladenzone. Die Regelgeschosse sind als ineinander verschränkte Maisonettewohnungen mit unterschiedlicher Ein- und Unterteilung der Räume ausgebaut. Mit einem Fensterpatchwork präsentiert die Fassade ein Ensemble der bestehenden Fenster der Augustenstrasse. Die Stürze wurden in Form von Bögen ausgebildet, wodurch sich eine Überlagerung zwischen der äußersten Mauerschale und der dahinterliegenden Fensterebene ergibt. In der gesamten Fassade wurde nur ein Steinformat verwendet.

Die Modelle zum Projekt werden im Schaufenster von Carta Pura in der Schellingstraße 81 in 80799 München ausgestellt.

Axonometrie
Luisa Holm, Sophia Miebach
Ansicht Haus 25, 27
Luisa Holm, Sophia Miebach
Grundriss Haus 25
Luisa Holm, Sophia Miebach
Schnitt Haus 25
Luisa Holm, Sophia Miebach
Modell
Luisa Holm, Sophia Miebach
Innenraum
Luisa Holm, Sophia Miebach