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Vepa Amansaryyev
Paccagnel Markus
Vasilev Elisabeth
Yang Changxi
Professur
Energieeffizientes und nachhaltiges Planen und Bauen
Projektarbeit

Interdisziplinäres Projekt (IDP)

Das IDP findet jedes Sommersemester im Master „Ressourceneffizientes und Nachhaltiges Bauen“ statt. Es ist eine Zusammenarbeit Studierender verschiedener Disziplinen wie Architektur, Bauingenieur- und Umweltingenieurwesen. In diesem Jahr war die Aufgabenstellung gekoppelt an das Forschungsprojekt „Grüne Stadt der Zukunft“. Es wurden nachhaltige Visionen und Konzepte für das Quartier Moosach in München für das Jahr 2050 entwickelt.

Die Aufgabe eines Netzwerkes ist es viele separate Teilchen zu verbinden, so ist auch unsere Vision für 2050. Wir wollen eine stark verknüpfte soziale Struktur zwischen den Bewohnern herstellen. Durch Begegnungsplattformen in Form von Community Spaces, Balkonen, Höfen und ähnliche, sollen hier Bewohner und Besucher des Areals verschiedenen Alters, Herkunft und Lebenssituationen zusammenkommen um gemeinsam leben, gemeinsam arbeiten, daran wachsen und als Gemeinschaft zusammenwachsen/ zusammen wachsen.

Mit dem Ziel Enclosed Blocks zu schaffen, wurden Neubauten nach festgelegten Parametern und der Umgebung, zwischen den bestehenden Zeilen platziert. Eine weitere Strategie für Nachverdichtung ist die Aufstockung, die nur aus einer Ebene besteht, um der menschliche Maßstab beizubehalten. Das Vorgehen beim Altbau kann minimal invasiv halten, mit einer Balkonstruktur an beiden Seiten und kleine Änderungen im Layout. Das horizontale Grün der Innenhöfe ist mit der vertikalen Bepflanzung vernetzt und endet in Gründächer unter PV.

Die Nachhaltigkeit des gesamten Areals äußert sich in der Gewinnung von Sonnenenergie und in der Wasserverwaltung, um so die tägliche Versorgung von Strom und Wasser weitgehend selbständig abzudecken. Die Energieversorgung des Areals wird durch die Fernwärme und PV-Anlagen sichergestellt. Auch die Produktion von Gemüse und Obst trägt hier bei.

Ein Privatauto-freies Quartier ist für 2050 geplant, und deswegen werden alle Bestandsgaragen abgerissen. Baumaterial, welches beim Abriss gewonnen wird, ist für die Nivellierung der Fußgänger- und Fahrradstraße, als auch für Landschaftselemente zu verwenden. Mit einer autonom fahrenden Quartier-Shuttle erreichen mobilitätseingeschränkte Personen auch ohne Mühe den ÖPNV in der Umgebung.

Die Aufstockung der Bestandshäuser erfolgt mithilfe des Holzrahmenbaus. Die Neubauten werden ebenfalls im Holzbauweise angefertigt. Durch die Anwendung des Holzmassivbaus wird der Passivhausstandard erreicht und das Treibhauspotenzial im Vergleich zu der herkömmlichen Stahlbetonbauweise um ca. 830 Tonnen kg CO2-Äquiv. reduziert.

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Moosach, 2020 ©️ NET.work.live.grow
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