MOOSaik

Professur
Energieeffizientes und nachhaltiges Planen und Bauen
Projektarbeit

Interdisziplinäres Projekt (IDP)

Das IDP findet jedes Sommersemester im Master „Ressourceneffizientes und Nachhaltiges Bauen“ statt. Es ist eine Zusammenarbeit Studierender verschiedener Disziplinen wie Architektur, Bauingenieur- und Umweltingenieurwesen. In diesem Jahr war die Aufgabenstellung gekoppelt an das Forschungsprojekt „Grüne Stadt der Zukunft“. Es wurden nachhaltige Visionen und Konzepte für das Quartier Moosach in München für das Jahr 2050 entwickelt.

MOOSaik – ein Quartier, in dem die Diversität von Altem und Neuem in einem baulichen und sozialen Gesamtkunstwerk entsteht. Der Mensch und die Gemeinschaft in der er lebt stellen den Grundwert für das Arealskonzept dar, welcher von den Säulen Wohlbefinden, Flexibilität und Identität gestützt wird. Sie lassen sich sowohl in der Mentalität der BewohnerInnen, als auch in jedem Bereich der Quartiersgestaltung, dem Mobilitäts- und Energiekonzept und der Architektur wiederfinden.

Menschen unterschiedlichen Alters, sozialer Stellung, verschiedener Herkunft oder Beeinträchtigung leben gemeinsam in inklusiven Wohnkonzepten, die sich in ihrer Umsetzung durch Wandelbarkeit und Flexibilität auszeichnen. Das gegenseitige Vertrauen in der Bewohnerschaft resultiert in einem Gefühl der Zugehörigkeit und Sicherheit. Gleichzeitig gestaltet sich das Leben unter den BewohnerInnen durch gegenseitige Nachbarschaftshilfe und Partizipationsprojekte getragen von einem Sinn für Stabilität und Beständigkeit. Dennoch wird jedem Einzelnen die Möglichkeit geboten, sich innerhalb des Quartiers selbst zu verwirklichen. Dabei spielt Transparenz eine besondere Rolle und symbolisiert dabei den offenen Charakter von MOOSaik, welches auch BewohnerInnen von umgebenden Gebieten und Externe willkommen heißt.

Der Übergang zwischen freier und überbauter Fläche gestaltet sich biotisch und anthropogen. Dadurch gleicht das Quartier einer grünen Oase, die sich aus dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Ressourcen ergibt. Die zur Erweiterung und Nachverdichtung errichteten Gebäude fügen sich fließend in noch aus dem vergangenen Jahrhundert stammende Strukturen ein, sodass sich eine Komposition aus verschiedenen Mosaiksteinchen ergibt.

Die Nachverdichtung des Areals basiert im Sinne des Mosaik auf dem Grundsatz, zusätzlich zur Erweiterung des Wohnraums ein vielfältiges Angebot an Wohnungsgrößen, öffentlichen und halb-öffentlichen Nutzungen zu schaffen. Die Bestandsgebäude werden saniert und sieben Neubauten errichtet. Diese grenzen die vier privaten Innenhöfe ab und öffnen die großen Innenhöfe nach Süden zum öffentlichen Boulevard und zum Westfriedhof.Zusätzlich zur sozialen Nachhaltigkeit sind auch Aspekte wie die Umweltverträglichkeit, und die Verwendung erneuerbarer Ressourcen prägend für die Konzeption des Areals. Als wichtigster Rohstoff dient Holz, welcher in MOOSaik sowohl als Baustoff für die neuen Gebäude, wie auch für das Energiekonzept von großer Bedeutung ist.

Durch das Zusammenspiel vieler Bausteine ist das MOOSaik ein komplexes Gesamtsystem, welches als Beispiel für eine zukunftsträchtige, nachhaltige und vielfältige Stadtentwicklung dient, die den Organismus Stadt gestalterisch erforscht.

Innenhofperspektive
Ein Blick in einen der öffentlichen, belebten, vielfältig genutzten Innenhöfe.
MOOSaik/Lageplan
Das Mosaik-artige Areal, welches auch über seine Grenzen hinaus reicht.
Quartiersplatz
Eingang in das Areal vom Norden.
Fassadenansicht/Schnitt Neubau
Fassade mit Holzschalung und geschossweiser horizontaler Gliederung.
Regelgeschoss Neubau
Regelgeschoss mit je 5 20-50 qm großen Wohnungen pro Treppenhaus.
Innenraumperspektive
Helle Eckwohnung im Neubau mit sichtbarem Holztragwerk.