Interpolis – Foyer Galerie der Künstler

Elena Kögel
Professur
Raumkunst und Lichtgestaltung
Seminararbeit

Der Gegenstand dieses Projekts ist die Umgestaltung des Foyers der Galerie der Künstler im Museum der Fünf Kontinente in München. Die Zielsetzung des Entwurfs ist das Schaffen einer neuen räumlichen Situation durch gezielte Eingriffe im Innenraum des Foyers. Dabei war es gefordert die Eingangssituation neu zu definieren, weiterhin sollte eine effizientere Ausgestaltung den Angestellten ihren Arbeitsalltag erleichtern.

Das Ziel unseres Entwurfes ist das Schaffen eines neuen Raumgefühls im Foyer der Galerie der Künstler. Dabei ist es uns besonders wichtig durch unsere Intervention eine räumliche Atmosphäre zu kreieren, welche im Kontrast zu den auf das Foyer folgenden Ausstellungsräumen steht. So entsteht zwischen diesen und dem Eingangsbereich ein spürbarer räumlicher Unterschied, der den Besuchern die Orientierung erleichtert und die unterschiedlichen Nutzungen der beiden Raumzonen klarer hervorhebt. Wir greifen die raumdefinierenden Gestaltungselemente wie etwa die Rundbögen und das Deckengewölbe auf, schärfen und reininterpretieren sie durch unsere räumliche Eingriffe. Dabei kommen wir den logistischen Anforderungen der Angestellten und der Nutzung an den Raum entgegen.
Durch raumhohe Wände entstehen entlang der Rückwand und der Fensterfront des Foyers neue Räume. Die unterschiedliche Breite der Bereiche ermöglicht auf der einen Seite Raum für das Personal, auf der anderen Seite Stauraum für Ausstellungstische und eine Buchauslage. Die Rundbögen der rückseitigen Wände werden aufgegriffen und prägen das neu kreierte Volumen. Die Wände nehmen die Flucht der Durch- und Eingänge auf und leiten den Blick und die Bewegung der Besucher in Richtung Ausstellung oder Ausgang.
Die Raumzone entlang der Rückwand des Foyers gliedert sich in 3 Bereiche. Die kleineren dienen als Archiv, zum Unterstellen eines großen Kühlschranks sowie als Zugang zu einem Lagerraum. Der größere Raum in der Mitte fungiert als Rückzugsort für die Mitarbeiter*innen, Teeküche und Arbeitsplatz.
Die Form und Höhe der orthogonal zur Rückwand orientierten Wände ergeben sich durch die Rundbögen, so entsteht ein angenehmes Raumgefühl während der Blick in das Deckengewölbe weiterhin gewährleistet ist.
Durch das Fenster und den großzügigen Rundbogen in der Wand wird Tageslicht auf die Buchauslage und in den Raum geleitet.

Collage
Die neue räumliche Situation im Foyer der Galerie der Künstler
Grundriss
Die Intervention schärft die räumliche Situation und eröffnet neue Nutzungsmöglichkeiten.
Schnitt A-A
Schnitt durch die Teeküche der Mitarbeiter*innen und die angrenzenden Archiv- und Lagerräume.
Schnitt B-B
Blick auf die Buchauslage vor dem großen Fenster des Foyers.
Schnitt C-C
Die Rundbögen werden als Gestaltungselemente aufgegriffen und prägen das Raumvolumen.
Schnitt D-D
Die Intervention definiert die räumliche Atmosphäre im Foyer neu.