Intelligent Ruin

Lilly Thomas
Eliza Zeibote
Professur
Städtebau und Wohnungswesen
Projektarbeit

Eine intelligente Ruine beschreibt die Idee der baulichen Nachhaltigkeit. Intelligent ist ein Gebäude demnach, das über einen langen Zeitraum flexibel hinsichtlich Nutzung und Fassade bleibt. Voraussetzung dafür ist eine starke Struktur, die es zu entwerfen gilt. Ziel des Entwurfs sollte es sein, eine Struktur zu konzipieren, bei der die Organisation im Grundriss und Schnitt lediglich durch Raum, Licht und Höhen ablesbar ist fern von konkreten Raumprogrammen. Die Vision der intelligenten Ruine ist, dass nach Jahren seiner immer wechselnden Nutzung nur noch seine Struktur als Skelett übrig bleibt.

Unser Entwurf vereint mehrere Strukturen, die in ihrer Dimensionierung Hierarchien und Rhythmen erkennen lassen. Die Ausarbeitung zwei unterschiedlicher Stützraster und geschossübergreifende Deckendurchbrüche erzeugen räumliche Überdimensionierungen, die nur durch den Menschen wieder eine realistische Bezugsgröße bekommen. Provozieren wollten wir damit eine gewisse Monumentalität, die das Gebäude von seinen benachbarten Hallenbauten abhebt. Inspiriert haben wir uns aufgrund der industriellen Umgebung von Stahlarchitekturen Otto Wagners. Um den Gedanken der alternden Ruine zu verstärken, sollen Pflanzen entlang des Stahlgerüstes wachsen, sodass sich das Erscheinungsbild des Gebäudes kontinuierlich verändert. In 50 Jahren könnte der Stahlkoloss von Pflanzen beinahe komplett verschlungen worden sein..

Blickbeziehung Boulderhalle und Kindergarten
München 2020 © Viktoria Hieber & Anna Trautmann
Fassadenmodell
M 1:50
Modellfoto
M 1:50
Modellfoto
M 1:200
Modellfoto
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Schnitt
M 1:200