Das Wanderstadion

PublikationProfessur
Industrial Design
Projektarbeit

In dem Modul Stadion 2030 ging es darum Stadionkonzepte für die Zukunft zu entwickeln.
Unter Berücksichtigung aktueller Probleme und Tendenzen entstanden drei verschiedene Konzepte, die in Einzelarbeit näher ausformuliert wurden.
Das hier dargestellte Konzept trägt den Titel „Wanderstadion“.
Es zeigt ein auf- und wieder abbaubares Stadion in Modulbauweise, dass explizit für eine sportliche Großveranstaltung entworfen wird. Das Stadion soll, nach dem Prinzip eines Zirkuszeltes, zusammen mit der Veranstaltung um die Welt reisen. Es bietet zahlreiche ökologische und ökonomische Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Stadionbau.
Der beispielhafte Entwurf zeigt ein FIFA-Fußball-Weltmeisterschafts-Stadion, dass nach diesem Konzept entwickelt wurde.
Die gesamte Ausarbeitung kann der angehängten PDF-Datei entnommen werden.

Für die FIFA Fußball Weltmeisterschaften werden alle vier Jahre bis zu zwölf Stadien im Ausrichterland benötigt. Sofern möglich werden dafür Bestandsstadien von ansässigen Fußballvereinen verwendet.
In Ländern wie Südafrika oder Katar hingegen sind Neubauten notwendig, da der Sport Fußball nicht besonders populär ist und Stadien in entsprechenden Größenordnungen fehlen.
Nach der Abhaltung der Veranstaltung bleiben die neu errichteten Stadien oft ungenutzt zurück.
Das Wanderstadion bietet die Möglichkeit den Leerstand und die damit einhergehenden Kosten zu verhindern.
Des Weiteren kann der politische Missbrauch von Stadionarchitektur und das immer öfter auftretende „Wettrüsten“ zwischen den Ausrichternationen umgangen werden.
Das hier gezeigte Wanderstadion verfügt über 55.000 Sitzplätze und besteht im Wesentlichen aus zwei Bauteilen.
Die Tribünen und der umlaufende Wandelgang werden aus 40 Fuß Überseecontainer hergestellt.
Diese sind optimal zu transportieren, können gestapelt werden und bieten genug Platz, um im abgebauten Zustand alle weiteren Bauteile aufzunehmen.
Beim zweiten Bauteil handelt es sich um HEB-Profilstahl, aus dem ein Stahlfachwerk ausgebildet wird, dass die Container des Oberranges trägt.
Die Breitflanschträger verfügen über einen hohen Knickwiederstand und sind über verschiedene Flanschbilder miteinander verschraub- und verschweißbar.
Sie werden über Spinnanker-Fundamente betonlos und reversibel mit dem Boden verbunden.
Alle Tribünenelemente sind ausziehbar und nach dem System des österreichischen Unternehmen ContribSystems hergestellt.