Dachtragwerke der Salvatorkirche München

Paul Robben
Tom Löffler
Professur
Tragwerksplanung
Forschungsarbeit

Die griechisch-othodoxe Salvatorkirche befindet sich in der Nähe des Odeonsplatzes am Rand der ehemaligen mittelalterlichen Kernstadt. Sie wurde 1492 bis 1494 in spätgotischem Stil errichtet. Die Kirche hat während des 2. Weltkrieges nur geringe Schäden davongetragen. Das Dach stand jedoch über mehrere Jahre offen, sodass 1949 erhebliche Reparaturen am Dachtragwerk durchgeführt werden mussten. Die Abschlussarbeit der Lehramtsstudenten Paul Robben und Tom Löffler hat das Ziel, die Dachtragwerke zu dokumentieren, deren Konstruktionen zu kartieren und zu analysieren. Damit wird erstmals jedes Bauteil des Daches exakt aufgenommen und die Befunde genau verortet und einer Bauphase zugeordnet.

Die beiden Studenten Paul Robben und Tom Löffler sind gelernte Zimmerer mit Meisterabschluss, die an der TUM Lehramt Berufliche Bildung mit Hauptfach Bautechnik studieren. Ihre Vorkenntnisse und ihr ingenieurtechnisches Interesse an Holzkonstruktionen hat sie besonders qualifiziert, eine schematische Bauaufnahme des Hauptdaches einschließlich Chorschluss der Salvatorkirche vorzunehmen. Diese Kirche war in der Vergangenheit bereits häufiger Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Sie wurde von dem Kunsthistoriker Julius Haase 1916 aufgenommen und von dem Bauforscher Clemens Knobling, der am Lehrstuhl für Bauforschung der TUM promoviert wurde, untersucht. Die Qualität der vorliegenden Abschlussarbeit liegt in der genauen Aufnahme aller Bauteile, ihrer Zuordnung zu einer Bauphase und der Untersuchung der statischen Wirkweise der verschiedenen Eingriffe, die über Jahrhunderte hinweg vorgenommen wurde. In einer genauen Kartierung sind diese Bauteile mit den jeweiligen Befunden tabellarisch aufgeführt und dienen bei künftigen Maßnahmen als Werkzeug.