Atelierturm – Schwabing

Marielle Strenzke
Michael Senn
Justus Weiller
Professur
Städtische Architektur
Projektarbeit

Schwabing genießt in aller Welt einen Ruf als Viertel der Künstler. Im Bild eines Künstlerviertels ist heutzutage wohlgemerkt alles eingeschlossen, was sich der Zeitgenosse unter den Parametern eines vergangen Künstlerlebens so vorstellt: Ateliers, Salons, Galerien, Kneipen, Bars und Kaffeehäuser.
Konzeptionell sollen sich diese im neu transformierten Sockel des ehemaligen Karstadts-Münchner-Freiheit ansiedeln. Eine Freitreppe bildet das zentrales Erschließungselement, welche sich von der Münchner Freiheit und der U-Bahn-Station in Richtung Süden auf die Dachterrasse windet.
Ergänzt wird das Gebäude um einen Atelierturm zum Wohnen und Arbeiten auf den alten Fundamenten des Hertie-Hochhauses von Franz Hart.

Das Bestandsgebäude erhält in seiner Mitte einen Lichthof, der als Kaltraum die Fassadenflächen erhöht. Darin befindet sich die Treppe, welche von der Münchner Freiheit und der U-Bahn-Station in Richtung Süden auf die Dachterrasse leitet und somit die Stadtebene bis ins 4.OG mit sich zieht. Um diese Durchwegung, gliedern sich alle Flächen und Räume des Gebäudes an. Eine variierende Nutzung der Räumlichkeiten ist ausdrücklich erwünscht, sei es als Laden, Bar, Café, Werkstatt oder auch als Multifunktionssaal, der den Bürgern als Versammlungs- und Veranstaltungsstätte dient. Das Wohnen im neuerbautem Turm ist maßgeblich von der gemeinschaftlichen Nutzung der nördlich angeordneten Ateliers geprägt und bestimmt. Sowohl die ursprüngliche Idee der Produktion im Atelier bis hin zum gemeinschaftlichen Wohnen sind von den Bewohnern umsetzbar. Zusätzlich wird eine neue Kommunikationsebene im Wohnbereich geschaffen und die Anonymität eines Wohnturms wird gebrochen. Die Individualräume sind an der Südseite angegliedert und zeichnen sich durch eine Vielfalt an verschiedenen Wohntypen aus. Ein hoher Anteil an Maisonette-Wohnungen, unterstützt den Ateliercharakter zusätzlich während die unterschiedlichen Wohnungsgrößen und Konfigurationen ein heterogenes Gefüge kreieren. Die zeitlosen und wohl belichteten Apartments haben außerdem jeweils einen Balkon und Alpenblick.

Das Projekt mit Modellen und Plakat wird in der Buchhandlung Werner ausgestellt.