The Meikleour Beech Hedge in a Time Mirror

Magdalena Bauer
Vera Charlotte Maaz
Milena Mohri
Ivana Tokic
Leonie Annette Wrighton
Professur
Green Technologies in Landscape Architecture
Seminararbeit

Die Aufgabe des diesjährigen Seminars zu Green Technologies in Landscape Architecture bestand darin, ein Element lebender Architektur zuerst in der Vergangenheit und anschließend in der Zukunft abzubilden. Ziel war es, die Schönheit lebender Architektur hervorzuheben und ihre Entwicklung im Laufe der Zeit in eine grafische Geschichte zu verwandeln. Das Prokjekt besteht insgesamt aus zehn Doppelseiten mit kleinen Texten, die den Betrachter durch die Zeit leiten. In dieser Galerie werden nur sechs Bilder präsentiert, die jedoch die zentrale Idee unserer Arbeit wiedergeben.

Das Element lebender Architektur in unserer Arbeit ist die Meikleour Buchenhecke in Schottland. Da sie vor einigen Jahrhunderten gepflanzt wurde, hatten wir die Möglichkeit sie in den Kunstepochen der Geschichte zu präsentieren. Wir stellten uns Künstler der jeweiligen Zeit vor, wie sie die Hecke und die Landschaft malten. Das Jahr 1745 ist das Pflanzjahr der Hecke und liegt in der Zeit des Rokoko. In Schritten von 50 Jahren wird die wachsende Hecke im Stil der Romantik, Impressionismus, Kubismus und Abstrakt gemalt. Da Künstler heute zunehmend mit Fotografie arbeiten, wird die Hecke in ihrem aktuellen Zustand anhand von Fotos aus Street View dargestellt. Für die Zukunft hoffen wir, dass die Menschheit die Natur und ihre Ökosystemleistungen mehr wertschätzt. Zudem erwarten wir, dass das bessere wissenschaftliche Verständnis der Umwelt in künstlerischen Stilen zum Ausdruck kommt, indem einzelne Elemente hervorgehoben und damit die Natur „entschlüsselt“ wird. Anschließend stellen Künstler die spirituellen und kulturellen Traditionen wieder her und erhöhen den Fokus auf Natur. Später wird der wissenschaftliche Druck zu stark und moderne Technologien wie Elektronenmikroskopie verankern sich in der Kunst. Mit der wachsenden Weltbevölkerung und der Homogenisierung der Kulturen entsteht eine Faszination für die Betrachtung der Umwelt in ihren vergangenen Zuständen, die mit Hilfe eines Blickes durch die Zeitbrille dargestellt wird. Der wiederkehrenden Wandel zwischen einer wissenschaftlichen und traditionellen Gesellschaft ist der zentrale Punkt unserer grafischen Arbeit.