Referat für Stadtverbesserung*

Annika Hetzel
Magdalena Schmidkunz
Linus Schulte
Maximilian Steverding
Markus Westerholt
Professur
Urban Design
Forschungsarbeit

Wir, das Referat für Stadtverbesserung*, sind ein hochgradig unseriöser Zusammenschluss von Architektur- und Urbanistik Studierenden. Auf der Suche nach einer schöneren Stadt vereint, stellen wir stetig beides in Frage.
Was ist das “Schöne” der Stadt und wer bestimmt das?
Was ist die “Stadt” und wer sind ihre Akteure?

*jegliche Ähnlichkeit zu bestehenden Institutionen ist rein zufällig. Das Referat für Stadtverbesserung agiert in München, steht aber nicht in Verbindung mit der Stadt München.

https://stadtverbesserungsreferat.de

 

Als Kollektiv hat sich das Referat erstmals im Rahmen eine Semesterprojekts am Lehrstuhl für Urban Design zusammengeschlossen. Unter dem Titel „Take Back Schwani“ entwickelten wir positive Zukunftsbilder und Szenarios eines autofreien Münchens. >> zu Take Back Schwani
Als Referat wollen wir wissen wie aus Hirngespinsten Wirklichkeit werden kann. Welche gesetzlichen und gesellschaftlichen Möglichkeiten haben wir um die Stadtentwicklung zu beeinflussen?
Diese Frage zu beantworten starteten wir im Februar und wurden je gebremst durch die aufkommende Pandemie. Schnell begriffen wir diese Herausvorderung als Chance. Es entstand die „1,5m Gesellschaft“.
Mit »Die 1,5 Meter Gesellschaft« stellen wir vier Ideen vor, wie die Stadt München kurzfristig den Straßenraum krisensicher und resilient umbauen kann und so für AnwohnerInnen, GastronomInnen und LadenbesitzerInnen einen adäquateren Straßenraum schafft. Durch eine gerechtere Verteilung des öffentlichen Raumes kann auch in Zukunft eine lebenswertere Stadt entstehen. Anhand des Beispiels der Schwanthalerstraße, die durch die Stadtbezirke Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und der Schwanthalerhöhe verläuft, stellen wir unsere konkreten Ideen vor. Die beschriebenen Werkzeuge lassen sich auch auf andere Straßenräume in München anwenden und sind daher als ein Vorschlag zu betrachten.
Zunächst schien auch der Stadtrad mit der gesamten Stadt einen Dornröschenschlaf gefallen zu sein und zog dann nur zögerlich mit Maßnahmen nach, doch die Entwicklungen in anderen Städten ließen uns fragen: Sind unsere Ideen schon wieder veraltet? Die 1,5 Meter Gesellschaft, schon gelebte Realität, aber doch eher improvisiert? Denn im Hintergrund lauert schon wieder die alte Normalität und wartet darauf Distanzen zu überwinden. Wir müssen schnell sein, den Moment nutzen etwas Langfristiges zu starten bevor die alte Normalität den Zustand der Improvisation frisst.
Das Projekt 100 Meter Zukunft ist der Versuch eine neue Wirklichkeit im Straßenraum zu schaffen. Mithilfe von gebauten und digitalen Interventionen wird Besucher*Innen an einem Aktionstag eine Alternativrealität präsentiert. Ziel ist es, auf Grundlage der im Vorfeld entwickelten Konzepte, die positive Zukunftsvorstellung einer flächengerechten Stadt erlebbar zu machen und im Diskurs mit den Bewohnern vor Ort zu evaluieren und weiterzuentwickeln.

100 Meter Zukunft!
Das Referat für Stadtverbesserung
Referenten des RSV von links nach rechts: Linus Schulte, Markus Westerholt, Magdalena Schmidkunz, Maximilian Steverding, Michelle Hageneauer, Annika Hetzel