HOTELSALADINA – Zu Besuch in einer Alpinen Landschaft

Professur
Entwerfen und Holzbau
Projektarbeit

Am Fuße des Piz Buin entsteht im montafoner Wintersportort Gaschurn ein Aparthotel als Ersatzneubau für zwei familiengeführte Hotels. Diese Aufgabe birgt zwei grundlegende Herausforderungen: einen relativ großen Baukörper sensibel in die kleinteilige Ortsstruktur einzufügen und einen angemessenen architektonischen Ausdruck für touristische Architektur im alpinen Raum zu finden.

Die entwickelte Sonderform entsteht aus dem Ort und schmiegt sich in diesen ein, wodurch die Nachbargebäude kaum beeinträchtigt werden. Sie knüpft an historische Vorbilder alpinen Bauens an, etwa im Werk von Lois Welzenbacher und Othmar Barth, und bildet einen eigenständigen, ausdrucksstarken Baukörper. Die innere Struktur des Gebäudes bildet einen Kreisbogen in welchem sich auf drei Geschossen verteilt insgesamt 21 Apartments unterschiedlicher Größe, sowie im Erdgeschoss Lobby, Restaurant und Serviceräume befinden. An diesen Kreisbogen ist ein Erschließungskörper „angedockt“ in dem eine Himmelsleiter eine besondere räumliche Situation bei der Erschließung der Wohnungen bildet. Aus dieser Struktur leitet sich auch die Konstruktion des Hauses ab. Mit Blick auf die lange Holzbautradition im Vorarlberg wird eine moderne Holzbauweise gewählt. Tragende Innen- und Wohnungstrennwände aus Brettsperrholz (BSH), zwischen denen BSH-Deckenplatten spannen, bilden das Grundgerüst. Die holzverkleidete Fassade wird durch horizontale und vertikale Strukturelemente gegliedert, welche unter Einsatz einfacher Mittel eine große Tiefe erzeugen.
Das neue Hotel SALADINA möchte, abseits von klischeeüberladener Lederhosen Architektur, einen Beitrag zu neuem eigenständigem alpinen Bauen leisten.