Großmarkt: rebooted

Vitus Michel
Professur
Urban Design
Projektarbeit

Das Großmarktareal im Süden Münchens ist in den Fokus der Debatte über die zukünftige Stadtentwicklung gerückt. Der geplante Neubau der Großmarkthalle vereint die Flächen des bisherigen Areals in einem Baukörper. Aus der Diskussion über die Dimension des Gebäudes und die Vergabe an einen privaten Investor ist der Wunsch nach mehr Bürgerbeteiligung an Entscheidungsprozessen gewachsen. Diese Arbeit untersucht anhand einer entwerferischen Auseinandersetzung die baulichen und planerischen Potentiale des freiwerdenden Gebiets.

Eine kooperative Stadt ist nur möglich wenn sie Alle mit einbezieht. Das Ziel ist es deshalb ein planerisches Gerüst zu entwerfen in das sich jeder einbringen kann. Das neue Quartier ordnet sich entlang der Thalkirchnerstraße. Als Stadtbaustein dient der Integrative Block, der durch eine Mischung an Typologien eine vielfältige Bewohnerschaft zusammenbringt. Das Stadtquartier ist autofrei. Grün- und Freiräume werden vernetzt. Die Blockstruktur verbindet die bestehenden Strukturen gut zusammen und die bekannte Struktur erleichtert die Orientierung. Die privaten Innenhöfe bieten durch die gemeinschaftlich genutzten Erdgeschosszonen den Ort für Interaktion. Ein weiterer Stadtbaustein ist die bestehende Großmarkthalle, die die Identifikationsfigur des ehemaligen und zukünftigen Viertels darstellt. Sie bietet den Raum für einen Partizipation Prozess. Im Folgenden spiegelt sie die Struktur des Viertels anhand von vier Themen wider. Es entsteht so ein symbolisches Nebeneinander, dass sowohl dem neuen wie auch den alten Quartieren einen Mehrwert bietet.

Markthalle
Einblick in die Großmarkthalle
Zeitstrahl
zeitliche Entwicklung der Diskussion um das Großmarktarel
Lageplan
städtebaulicher Entwurf
Integrativer Block
unterschiedliche Typologien und Grundrisse ergeben zusammen den Integrativen Block
Platzschnitt
die zentrale Platz als Zentrum zwischen der Großmarkthalle und dem Neubau
Markthalle als Heterotopie
die verschiedenen Nutzungen in der Halle und deren Verortung im Neubau