Dallmayrshofen – durch(mit)einander leben

Julius Gut
Felix Kruthaup
Muriel Lippert
Professur
Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land
Projektarbeit

Ein Blick auf die Alltagsorte einer Stadt in die heterogenen Gemengelagen ehemaliger Stadtrandbereiche. Gebiete, die auch zukünftig über die Lebensqualität unserer Städte mitentscheiden und denen wir uns als PlanerInnen verstärkt widmen wollen. Im interdisziplinären Studioformat suchten Studierende der Architektur und der Landschaftsarchitektur nach Visionen verdichteten urbanen Zusammenlebens. Welche Voraussetzungen braucht es für die Entwicklung lebenswerter Wohn- und Arbeitsumfelder? Wie können bestehende und neue Strukturen zusammen gedacht werden? Wie gelingt ein soziales Miteinander in der Stadt?
Für ein beispielhaftes Areal von ca. 26ha Größe im Süden Münchens, an der Schnittstelle der Stadtbezirke Obergiesing und Ramersdorf-Perlach gelegen, wurden städtebauliche Konzepte erarbeitet, die diesen Fragestellungen nachgehen

Die in der Analyse des Orts erkannten Potenziale und derzeitigen Funktionen des Gebiets als Versorger der umliegenden (Wohn-)Nachbarschaften und die gute, aber ausbaufähige öffentliche Verkehrsanbindung waren Anlass für das Konzept dieser Arbeit. Nämlich – neben der bloßen Zurverfügungstellung von Versorgungsstrukturen, vielfältigen Arbeitsplätzen, kulturellen & freizeitlichen Angeboten, Bildungseinrichtungen sowie unterschiedlichem Wohnangeboten – vor allem einen gemeinsamen, wiedererkennbaren räumlichen Verbund dieser Orte zu schaffen und das Gebiet dadurch als bewusst erleb- und nutzbares Stück Stadt umzustrukturieren. Die anonymen, weitläufigen, durch Supermärkte, Parkplätze und weitere gewerbliche Nutzungen besetzten Flächen werden neu entwickelt. So zieht sich ein Band von Neubauten und dazugehörigen Plätzen, Begegnungs-, Erholungs- und Arbeitsräumen quer durch die heterogene Bestandsstruktur und verbindet verschiedenen Nutzergruppen und deren Anforderungen an ihr Umfeld miteinander. Zwei gemischte Nachbarschaften mit hoher Wohndichte und ein aus dem Bestand entwickeltes und erweitertes Gewerbecluster werden über eine Brückenschlag im Zentrum des Perimeters verknüpft. Dort soll neben der titelgebenden Kaffeerösterei ein Kulturzentrum die neue Mitte markieren. Neben einer konsequenten baulichen Nachverdichtung und Stapelung unterschiedlicher Nutzungen bleibt durch die städtebauliche Konfiguration ein zusammenhängendes System unterschiedlich nutzbarer öffentlicher und privater Freiräume bestehen.

Vision
München 2020. Josef Eglseder, Julius Gut, Felix Kruthaup und Muriel Lippert.
Schatzkarte
München 2020. Josef Eglseder, Julius Gut, Felix Kruthaup und Muriel Lippert.
Ideenskizze
München 2020. Josef Eglseder, Julius Gut, Felix Kruthaup und Muriel Lippert.
Modell
München 2020. Josef Eglseder, Julius Gut, Felix Kruthaup und Muriel Lippert.
Lageplan Gesamtgebiet
München 2020. Josef Eglseder, Julius Gut, Felix Kruthaup und Muriel Lippert.
Lageplan Regelgeschoss
München 2020. Josef Eglseder, Julius Gut, Felix Kruthaup und Muriel Lippert.