Connecting link – Gestaltung durch Nutzung

Pauline Philipp
Timm Hetterich
Markus Köhler
Professur
Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land
Projektarbeit

Ein Blick auf die Alltagsorte einer Stadt, in die heterogenen Gemengelagen ehemaliger Stadtrandbereiche. Gebiete, die auch zukünftig über die Lebensqualität unserer Städte mitentscheiden und denen wir uns als PlanerInnen verstärkt widmen wollen. Im interdisziplinären Studioformat suchten Studierende der Architektur und der Landschaftsarchitektur nach Visionen verdichteten urbanen Zusammenlebens. Welche Voraussetzungen braucht es für die Entwicklung lebenswerter Wohn- und Arbeitsumfelder? Wie können bestehende und neue Strukturen zusammen gedacht werden? Wie gelingt ein soziales Miteinander in der Stadt?
Für ein beispielhaftes Areal von ca. 26ha Größe im Süden Münchens, an der Schnittstelle der Stadtbezirke Obergiesing und Ramersdorf-Perlach gelegen, wurden städtebauliche Konzepte erarbeitet, die diesen Fragestellungen nachgehen

Die Heterogenität des Standortes hinsichtlich Nutzung und sozialer Vielfalt nimmt diese Arbeit als Potenzial auf und versucht, nicht zuletzt über einen zentralen Freiraum aus dem derzeitig bezugslosen Nebeneinander ein Miteinander der Verschiedenartigkeit zu schaffen und dadurch positive Effekte für das zukünftige Zusammenleben in der Stadt zu fördern. Die städtebauliche Idee greift vorhandene Wegebeziehungen auf und ergänzt sie um eine neue Ost-West Verbindung. An der Schnittstelle dieser resilienten Struktur entsteht der Ort größter Öffentlichkeit: Ein Quartiersplatz mit einer angrenzenden, topografisch modellierten Grünfläche für Aktivität und Erholung. Den bestehenden Handwerkshof greifen die Studierenden auf und bauen ihn zu einem sehr gut nutz- und anfahrbaren Ort weiter und sichern dadurch innerstädtische Flächen für handwerkliche Produktion. Insbesondere im Sinne einer gelungenen städtebaulichen Integration unterschiedlicher Nutzergruppen und deren spezifischer Ansprüche an ihr unmittelbares Umfeld ist dieser Vorschlag beachtenswert. Wie auch in anderen Entwürfen wird das derzeitig in der Nachbarschaft angesiedelte, temporär errichte Wohnen für Geflüchtete über einen Neubau in das Quartier integriert. In offenen bis 6-geschossigen Blockrandbebauungen kann konventionelles Wohnen stattfinden. Unterschiedliche Gebäudetiefen lassen eine Varianz an Wohntypolgien und Erschliessungssytemen zu. Die Erdgeschosszone stellt dabei großteils Wohnumfeld-nahe, öffentlich wirksame Nutzungen wie Werkstätten, Ateliers, Gemeinschafts-/Sozialräume, und Co-Working spaces bereit.

Blick auf den Quartiersplatz
München 2020. Timm Hetterich, Markus Köhler, Ramona Kröpfl und Pauline Philipp
Lageplan | Kontextperimeter
München 2020. Timm Hetterich, Markus Köhler, Ramona Kröpfl und Pauline Philipp
Grundriss EG | Projektperimeter
München 2020. Timm Hetterich, Markus Köhler, Ramona Kröpfl und Pauline Philipp
Blick in den Gewerbehof
München 2020. Timm Hetterich, Markus Köhler, Ramona Kröpfl und Pauline Philipp
Grundriss EG | Quartiersplatz
München 2020. Timm Hetterich, Markus Köhler, Ramona Kröpfl und Pauline Philipp
Modell
München 2020. Timm Hetterich, Markus Köhler, Ramona Kröpfl und Pauline Philipp