Bewohnt Einfach Anders

Darja Alekseeva
PublikationProfessur
Entwerfen und Konstruieren
Projektarbeit

Das Ziel des Entwurfes war, in einem denkmalgeschützten Gebäude in Adorf (Sachsen) ein neues Wohnen-konzept zu entwickeln. Durch wenige aber präzise Änderungen in dem Denkmal entstehen unterschiedliche Einheiten, die sich für unterschiedliche Bewohner eignen.

Das Gebäude organisiert sich um einen Hof herum und ist in unterschiedliche Volumen geteilt. Jedes hat sein eigenes Treppenhaus und funktioniert unabhängig von dem anderen. Der Hof ist also das einzige Außen-Verbindungselement zwischen den Körpern und sowohl der Durchgang zum Markt als auch der seitliche Eingang dienen als einzige Verbindung zur Stadt.
Die Innentrennung des Gebäudes ist ein potentes Element für die Einfügung eines gemischten Einheiten-Programms. Für die Verknüpfung mit der Stadt und die Verbindung der unterschiedlichen Programme verstärken wir die Eingangssituationen (Durchgang am Markt und seitlicher Eingang zur Mittelstraße) und die bestehen Treppenhäuser mit Verbindungselementen wie Galerien oder Terrassen, die entlang der Hof-Fassade laufen.

Für das Programm in dem Gebäude sind unterschiedliche Einheiten und Nutzungen geplant. Darunter befinden sich:
– Gemeinschafträume, die nicht nur als Treffpunkt für die Bewohner des Hauses in dem Gebäude dienen, sondern auch als ein Verbindungselement zwischen Gebäude und Stadt.
– Ein Hostel. Darunter, mehrere Doppelzimmer und Dortoirs. Dies hat zum Ziel Touristen in die Stadt zu locken aber auch zukünftige Einwohner oder Expats.
– Studios, die ein billiges und flexibles Wohnangebot für zum Beispiel Studenten der naheliegenden Städte anbieten könnten.
– Unterschiedliche Wohnungseinheiten. Damit ein ganzes Spektrum an Wohnformen gedeckt sein kann.

Nächster wichtiger Punkt ist der Umgang mit einem Denkmal. Für die neuen Innenräume schlagen wir vor, so wenig wie möglich von dem Bestand zu entfernen und diesen für eine neue Planung zu nutzen. Dadurch definieren die bestehenden Wände unser Programm. Für die neu eingefügte Technik, wie zum Beispiel für die neuen Nasszellen sehen wir ein eingefügtes Modul vor, das sich an den Bestand anpasst, fast wie ein Möbelstück, das den Raum definiert und mehrere Funktionen erfüllt.
Die großen Veränderungen sind die Hof-Galerie, als respektvoller Anbau an den Bestand und die Dachgauben an der Straßenseite, die die Sprache der Fassade übernehmen und Licht in die neuen Räume im Dachstuhl bringen sollen. Für die Galerie ist ein leichtes Anbau-Element eingeplant, das durch die Transparenz des Glases und die Leichtigkeit der konstruktiven Elemente respektvoll mit dem Bestand umgeht. Um zu betonen, dass die Galerie und die Terrasse neu eingefügte Elemente sind, haben sie eine organische Form, die einen Kontrast mit dem rechteckigen Bestand widerspiegelt. Dadurch wird auch durch die Form Raum entstehen. Im Hof und auf der Terrasse, werden durch die Kurve private und öffentliche Bereiche definiert, die wiederum den unterschiedlichen Nutzungen hinter der Fassade entsprechen.

Eingang
Projekt Ansichten und DG - Strassenseiten
Pläne
Projekt Ansichten und EG - Hofseite
Pläne
Visualisierung Hof/Galerie - Teil 1
Visualisierung
Visualisierung Hof/Galerie - Teil 2
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Visualisierung Terrasse OG
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