Mit Alt mach Neu

Laura Hoffmann
Céline Ortmann
Hannes Schewe
Annkathrin Schumpe
Professur
Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land
Projektarbeit

Entwurfsaufgabe war es die Struktur Benningens, eine Ortschaft in der Nähe von Memmingen, zu analysieren, ein Ortsentwicklungskonzept vorzuschlagen und dieses in Teilbereichen im architektonischen Maßstab entwerferisch zu entwickeln

Auf der Suche nach der DNA Benningens sind vier elementare Bestandteile herausgefilter worden: Das Benninger Ried, die Benninger Architektur, die Bewohner und das Zentrum als Kern des Ortes. Diese Aspekte galt es mit einem Ortsentwicklungskonzept und einzelnen Entwürfen zu stärken.

Das Benninger Ried, als einzigartiges Naturschutzgebiet, ist im Dorf selbst nicht mehr zu spüren. Der Weg dorthin ist nicht offensichtlich und auch der Riedbach, der früher durch das Dorf floss, ist heute entweder überbaut oder nur noch als versiegtes Bachbett vorhanden. Zum Teil entstehen am Rande des Rieds durch großflächige Industrieanlagen Hinterhofsituationen, die das Bewusstsein für das Naturschutzgebiet abschwächen.
Verputzte Fassaden, vertikale Holzverkleidungen, Satteldächer und Hofsituationen, sowie die typische giebelseitige Gebäudeausrichtung entlang der Nord-Süd Achsen durch das Dorf (Haupt- und Alpenstraße) sind ortsbildprägend.

Elementarer Bestandteil der Ortsentwicklung ist der Entwurf Kindergartens. Die Tatsache, dass sich sowohl Schule als auch Kindergarten im Ortszentrum befinden wird als Chance der Belebung erachtet. So wurden verschiedene Varianten erarbeitet, das Ensemble aus Kirche, Altem Pfarrhaus und Kindergarten wiederzubeleben und dem Ortszentrum so eine neue Attraktivität zu verleihen.

Der demografische Wandel beeinflusst, wie viele andere Gemeinden auch, das Dorfleben in Benningen. Die infrastrukturelle Nähe zu Memmingen und die dorfeigene Vereinsstruktur zeichnen Benningen dennoch als zukunftsfähigen Ort aus.
Nichtsdestotrotz führten die großen Einfamilienhausgebiete an den Ortsrändern zu einer Entleerung des Ortskerns und das Wohnungsangebot entspricht nicht mehr den Bedürfnissen der älter werdenden Bewohner. Ein- bis Zweipersonenhaushalte, sowie Familien ohne Kinder finden in der jetzigen Situation keinen Raum. Ziel des Eingriffes ist schlussfolgernd ein barrierefreies, altengerechtes Wohnen zu ergänzen und leerstehende Gebäude für Wohnungen umzunutzen. So können die Bewohner der Einfamilienhaussiedlung aus den 70er Jahren kleinere, ihren Bedürfnissen entsprechende Wohneinheiten beziehen. Gleichzeitig können dann die Einfamilienhäuser saniert werden und anschließend für junge Familien freigegeben werden. So wird ein Zuzug und damit ein stetiges, kontrolliertes und nachhaltiges Wachstum Benningens ermöglicht, ohne weitere Einfamilienhäuser bauen zu müssen und Flächen zu sparen. Für die Renovierung der Einfamilienhaussiedlungen sollte sich an einen Gestaltungsleitfaden gehalten werden, um die Identität Benningens zu wahren.
Dieses Wohnkonzept wurde in den Gebieten nördlich und südlich des Zentrums versucht in einem Entwurf festzuhalten.

Mit Alt mach Neu
Zentrumsentwicklung in Bauphasen ©Verfasser
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Wohnkonzept ©Verfasser
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Wohnmobilität - Wohnen für die ältere Bevölkerung ©Verfasser
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Wohnmobilität - Wohnen für die ältere Bevölkerung ©Verfasser
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Mehrgenerationenwohnen ©Verfasser
Mit Alt mach Neu
Mehrgenerationenwohnen ©Verfasser