Frauen in der Architektur – Zahlen, Daten, Fakten

Josiane Schmidt
Sandra Schuster
Till Förster
Professur
Forschungsarbeit
Die Ausstellung visualisiert die gleichnahmige Studie "Frauen in der Archtiektur". Diese Forschungsarbeit wurde an der Technischen Universität München und der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführt. Sie zeigt, wie der deutschsprachige Architekturdiskurs und -praxis geschlechtliche Ungleichbehandlung beinhaltet und reproduziert. Die Ausstellung präsentiert diese Ergebnisse grafisch. Sie zeigt statistische Grafiken, Texte und Interviewauszüge zu den Themen "Fachkultur", "Arbeitspraxis" und "Studium". Die Ausstellung wurde im Rahmen des "Women in Architecture Festival 2021" in Berlin eröffnet und wird in der Folge an verschiedenen deutschen Architekturschulen präsentiert.
2006 studierten in den Architekturstudiengängen in Deutschland erstmals hälftig Frauen und Männer, 2016 waren 58% der Architekturstudierenden Frauen. Dieser hohe Anteil an Studentinnen spiegelt sich jedoch weder in Führungspositionen in der Praxis, noch im akademischen Bereich wider. Unter den Top 20 Architekturbüros im Jahr 2017 wird nicht ein einziges allein von einer Frau oder einem Team von Frauen geführt. Gleichzeitig liegt das Einkommen von in Vollzeit angestellten Architektinnen knapp 30% unter dem ihrer männlichen Kollegen. Die Ausstellung »Frauen in der Architektur« präsentiert die Ergebnisse einer gleichnamige Studie , die an der TU München in Kooperation mit der LMU München entstanden ist. Die Arbeit erforschte, wie sich Architektinnen beruflich entwickeln, ob ein struktureller DropOut existiert und welche fachkulturellen Exklusionsmechanismen Frauen in ihrer Karriere behindern. Ergänzend zu einer Analyse bestehender Daten und Statistiken erfolgte eine qualitative Unter suchung mittels Expert*inneninterviews. Über die Befragung weib licher und männlicher Architekturschaffender aus unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen, sowie Personen, die Architektur zwar studiert haben, den Beruf aber nicht ausführen, wurde ein tieferer Einblick in die Fachkultur herausgearbeitet.Die Studie untersucht Formen der strukturellen Benachteiligung von Frauen im Architekturberuf und zeigt, wie sich diese im akademischen Bereich, in der Arbeitspraxis, und in der Fachkultur manifestieren. Gleichzeitig zeigt sie relevante Forschungsfragen auf und verdeutlicht die Notwendigkeit, Handlungsoptionen zu diskutieren. Innerhalb der Architekturfakultät der TU München sucht das Parity Board nach emanzipatorischen Perspektiven. Aktivitäten des Parity Boards, Handungsoptionen und Best Practice Beisiele überlagern die Studie.
Einleitungsfolie
2006 studierten in den Architekturstudiengängen in Deutschland erstmals hälftig Frauen und Män
Studium
Welche Ungleichheiten bestehen im akademischen Diskurs und der Lehre?
Interaktion
Besucher*innen beantworten die Forschungsfragen der Studie selbst.
Fachkultur
Wie reproduziert das Stereotyp des "genialen Architekten" Ungleichheiten?