Surfschule am Walchensee

Justus Förster+Lukas Binder+Felix Binkert
PublikationProfessur
Entwerfen und Konstruieren
Projektarbeit
Zur Aufgabe stand der Neubau einer Surfschule am Ufer des Walchensees in Form einer möglichst reversiblen Holzkonstruktion. Für unser Team war sofort klar, daher weitestgehend auf den Einsatz von Beton verzichten zu wollen und darüber hinaus die gesamte Erscheinung der Surfschule so zu konzipieren, dass sie sich in ihrer Kubatur und Materialität bescheiden und unaufdringlich in die Umgebung eingliedert.
Form Der Neubau des Suki Surfcenter am Ufer des Walchensees duckt sich unaufdringlich in die sanft, zum See hinabfallende Wiese. Der Entwurf, dessen natürlich geschwungene, organische Form sich von einem über die Zeit vom Wasser glatt geschliffenen Stein ableiten lässt, verzichtet in seiner Kubatur ganz bewusst auf scharfe Ecken und Kanten und gliedert sich so, ohne auffallen zu wollen in seine Umgebung. Die Platzierung nahe an der Hecke lässt den Badegästen genug Platz, um sich nach wie vor ungestört auf der Liegewiese aufhalten zu können und macht durch seine elliptische Form ein spielerisches Umwandern von allen Seiten möglich. Das Gebäude ist so vor der Öffnung in der Hecke platziert, dass man von der Straße direkt auf die Anmeldung zugeht. Dank einer leichten Drehung des Gebäudes zum See hin entsteht ein großzügiger Durchgang an der linken Gebäudeseite vorbei. Der Baukörper ist halbseitig von einem Ring aus Naturstein eingefasst, welcher dazu dient, den Hang abzustützen und es dem Besucher dadurch ermöglicht die Surfschule, über eine Schwelle, vom Parkplatz herkommend, ebenerdig zu erschließen. Die schweren, archaischen Quader aus Naturstein sind so konzipiert, dass, wenn das reversibel geplante Gebäude einmal abgebaut wurde, ein zum See geöffneter Halbkreis bleibt, der dann als Sitzgelegenheit dienen- und dem Ort so noch einmal eine neue Aufenthaltsqualität verschaffen soll. Raum Der Grundriss gliedert sich in zwei, von Größe und Form unterschiedliche, Baukörper welche unter einem gemeinsamen Dach, in engem Dialog zueinanderstehen. Es entsteht durch die Entzerrung des Grundrisses in Verbindung der freien Form der beiden korrespondierenden Gebäudeteile eine einladende Gemeinschaftsfläche, die als Ort des Austauschs und der Begegnung nachhaltig den Genius Loci der Uferzone mitbestimmt. Der Höhenunterschied der Terrasse zur Wiese fungiert als Sitzstufe und kann beispielsweise als Zuschauerrang für Wassersportevents genutzt werden. Die mittig direkt anschließende, halbhohe trittstufe aus Naturstein greift noch einmal die Materialität der Eingangsschwelle auf und bildet das Verbindungselement zwischen Gebäude und angrenzender Wiese. Die Wiese kann also bei Bedarf mit ins Raumkonzept eingebunden werden. Trichterförmig verjüngt sich der überdachte Außenraum zur Gebäudemitte hin und öffnet sich schließlich wieder mit großer Geste zum See. Die Konstruktion nimmt sich selbst zurück und gibt den Blick auf die hoch aufragenden Berge frei. Das Landschaftsbild wird nach oben hin gerahmt durch ein elegantes, weit ausladendes Pultdach, welches exakt über der Außenlinie des Unterbaus fluchtet und in seiner Funktion als Schutz vor Wetter und Wit
Neubau Surfschule Walchensee
Projekt 2. Semester