FOAM – network FORUM OF ARCHITECTURE MEDIATION

Jakob Bahret
PublikationProfessur
Architekturgeschichte und kuratorische Praxis
Projektarbeit

Eine Theoretische Arbeit – Analyse von Architektur Magazinen, Zeitschriften und Journals zur Gründung einer unabhängigen, studentischen, interdisziplinären, interuniversitären, architekturrellevanten (Essay-) Plattform
(Digitale Plattform -öffentliche Veranstaltung -Podcast)

https://foam-network.com

Diese Arbeit verfolgt das Ziel eine Plattform zum Austausch von Architekturgeschichte, Architekturtheorie und Architekturkritik im interdisziplinären universitären Kontext zu etablieren. Es existiert bereits eine breite Auswahl an Architektur Plattformen in Form von Magazinen, – Zeitungen und –Journals (Medien). Davon beschäftigt sich der in großer Auflage erscheinende Anteil vor allem mit dem Abbilden von aktuellen Architekturprojekten und Architekturentwürfen. Der, oft in kleineren Auflagen erscheinende, andere Anteil setzt den Fokus auf: Geschichte, Theorie und Kritik von Architektur (Diskursive Medien). Architektur bewegt sich im sozialen Kontext und wird in dem auch betrachtet, ein fachübergreifender Austausch öffnet den Horizont und schafft eine umfangreichere Diskussion. Viele der bedeutenden Architekturschulen in Europa und der Welt, besitzen ein eigenes Architektur Medium, die TUM verfügt derzeit nicht über eine solches Medium, dennoch ist sie eine der führenden Architekturuniversitäten in Europa und der Welt. Die Architektur-Medien der Universitäten repräsentieren die jeweilige Architekturinstitution. Somit bildet jedes dieser Medien ein Abbild der Universität und repräsentiert ihren Standpunkt. An deutschen Architekturfakultäten herrscht eine Unterrepräsentation der Architekturgeschichte und Architekturtheorie Lehrstühlen, hier bildet die TUM keine Ausnahme. Diese Rolle der geisteswissenschaftlichen Bereiche im universitären Kontext lässt vermuten, dass die Institutionen den erfolgreichen Architekten eher als einen technisch ausgebildeten, grafisch-kommunizierenden Menschen definiert. An diesem Punkt soll angeknüpft werden mit dieser theoretischen Arbeit. Es wird die Notwendigkeit in der Schaffung eines Mediums gesehen, dass sich selbst reflektierend und kritisch mit Fragestellungen der Architektur auseinandersetzt. Hierbei erscheint es wichtig, sich nicht nur auf die TUM zu beschränken, sondern eine Kooperation zwischen verschieden Universitäten aufzubauen. Es besteht keine Notwendigkeit für ein weiteres Medium auf dem Markt, welches eine Architekturfakultät repräsentiert. Vielmehr ist eine Vernetzung wünschenswert derer Mitglieder von Architektur-Universitäten, die den Berufszweig und ihre gesellschaftliche Verantwortung theoretisch reflektieren, um gemeinsam die Vergangenheit und Gegenwart zu betrachten und über die Zukunft zu diskutieren. Diese Vernetzung kann großes Potential hervorbringen, es gibt zum ersten den Lehrstühlen der Architekturgeschichte und Architekturtheorie eine größere Plattform, zum zweiten kann global und interdisziplinär diskutiert werden und drittens erlangt sie eine größere Wertigkeit und Reichweite.

Skizze
Pia Nürnberger, Jakob Bahrte
Fotografie von Plakaten
Pia Nürnberger, Jakob Bahrte
Fotografie von Plakaten
Pia Nürnberger, Jakob Bahrte
Fotografien Workshop
Pia Nürnberger, Jakob Bahrte