DILEMMATA

PublikationProfessur
Seminararbeit

Performancekunstwerke, konzipiert für das Seminar über Neuroarchitektur und Performancekunst, das von Dr. Maria da Piedade Ferreira MSc, Fakultät für Architektur der Technischen Universität München mit Unterstützung des Lehrauftrags der Frauenbeauftragten der TUM durchgeführt wurde. Die Performance wurde während der COVID-19-Restriktionen durch Zusammenarbeit aus der Ferne entwickelt und involvierte Teilnehmer, die von verschiedenen Orten wie München, Stuttgart, Alicante und Krakau aus zusammenarbeiteten.

Der Kurs über Neuroarchitektur und Performance-Kunst zielte darauf ab, den Studierenden Zugang zu ihrem kreativen Prozess zu verschaffen, indem sie darin geschult werden, sich ihres Körpers, ihrer Umgebung und ihrer gewohnten Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster bewusst zu werden. Die Studierenden wurden vorbereitet, indem sie die von Dr. Maria da Piedade Ferreira MSc entwickelte Methode der „Corporeal Architecture“ befolgten, die Neurowissenschaften und Performance Art in die Lehre von Design integriert. Die Studierenden lernten, wie sie ihre Wahrnehmungs- und Wahrnehmungsfähigkeiten entwickeln können, um zu lernen, wie sie neue Verbindungen im Gehirn herstellen und Kreativität entwickeln können.
Die Performances erforschten das Konzept „Dilemmata“, da ein Dilemma per Definition das Paradoxon ist, sich für eine von zwei Optionen entscheiden zu müssen, die entweder gleich angenehm oder gleich unangenehm sind. Dilemmata wurde als Metapher für die Wahl genommen, die sich in Handlungen ausdrückt. Der Kurs entwickelte sich als Intensiv-Workshop, der sich jeden Tag auf verschiedenen Ebenen mit der körperlichen Bewusstheit auseinandersetzte – angefangen bei der Arbeit mit dem eigenen Körper und dem umgebenden Raum (Raum/Heim) bis hin zur Gruppenarbeit im Innen- und Außenbereich von Gebäuden und öffentlichen Räumen, je nachdem, was aufgrund der bestehenden Einschränkungen verfügbar/möglich war.
Am ersten Tag mussten die Studierenden einer Reihe von Anweisungen mit Übungen folgen, die darauf abzielten, sich durch Bewegung und die Sinne mit dem Körper, dem umgebenden Raum und den Objekten zu verbinden. An den folgenden Tagen nutzten die Studierenden diese Fertigkeiten, um durch Spiel, Improvisation oder Choreographie die offensichtlichen, verborgenen und verfügbar Möglichkeiten der Umgebungen zu erforschen, die sie für die Entwicklung ihrer Aufführungen wählten. Die Studierenden wurden gebeten, in die Performances Videos zu integrieren, um visuelle, auditive, haptische, olfaktorische und geschmackliche Eindrücke während der Aufführung festzuhalten, wobei die Kamera als Teil des Sensoriums des Körpers und als Dokumentationsinstrument integriert wurde.
Am Ende eines jeden Tages traf sich die gesamte Gruppe erneut im virtuellen Raum, um das Erlebnis der Performances zu beschreiben. Die abendlichen Treffen waren auch ein Forum, um Ideen darüber auszutauschen, wie ein solcher Ansatz als Strategie genutzt werden kann, um Transformationsprozesse auszulösen, die durch Design auf zeitgenössische Umweltherausforderungen reagieren. Alle produzierten Videos und Fotos werden im YouTube-Kanal ‚Corporeal Architecture‘ und unter corporeal.persona.co. ausgestellt.

Dilemmata II - Transforming the Exterior
Still image of performance by Ben Begon and Hadir Mahmoud
Dilemmata I - Scene 3
Performance by Luise Banz, Laura Kwanka, Marie-Alice Wätjen, Anne Sauter and Christoph Ammer.
Dilemmata I - Scene 1
Performance by Luise Banz, Laura Kwanka, Marie-Alice Wätjen, Anne Sauter and Christoph Ammer.
Dilemmata I - Vivite in Silentio
Performance by Anela Dumonjic, Marco Magliozzi, Laura Stoib, Milan Wagner.
Dilemmata II - Centrum
Performance by Anela Dumonjic, Marco Magliozzi, Laura Stoib, Milan Wagner.
Dilemmata II - Animi Liberi
Performance by Anela Dumonjic, Marco Magliozzi, Laura Stoib, Milan Wagner.