Das Bausystem TRELEMENT – Detailzeichnung

Marco Magliozzi
Johanna Stöckhardt
Ruidong Wang
Marc Zettler
Professur
Neuere Baudenkmalpflege
Seminararbeit

Mitte der 1960er Jahre entwickelte Eberhard Rensch das Aluminium-Bausystem TRELEMENT, das innerhalb weniger Jahre weite Verbreitung für den Bau von Einfamilienhäusern, Messepavillons, Kindergärten, Bürogebäuden und Gemeindehäusern fand. Millimetergenau vorgefertigt, versprach TRELEMENT bauliche Flexibilität, Veränderbarkeit innerhalb der Bedingungen des Bausystems, sogar das Versetzen und die Wiederverwendbarkeit der geschraubten Konstruktionen und Elemente. Auch Kirchen wurden mit dem Bausystem TRELEMENT errichtet, wie z.B. die Ev.-Luth. Versöhnungskirche in Geretsried (1970) sowie die Ev.-Luth. Apostelkirche in Rosenheim (1972), beide geplant von den Architekten Franz Lichtblau und Ludwig J.N. Bauer.

Im Seminar „TRELEMENT reused“ bewegten wir uns im Spannungsfeld zwischen serieller Vorfertigung (Bausystem TRELMENT) und Unikat (Kirchenbau). Am besonderen Beispiel der Ev.-Luth. Versöhnungskirche in Geretsried untersuchten wir die räumlichen und konstruktiven Qualitäten und Potentiale des Bausystems und diskutierten aktuelle Herausforderungen der Erhaltung, Weiter- und Umnutzung von Kirchengebäuden.

Hierbei konzentrierten wir uns auf drei Schwerpunkte:
– Bauhistorischer Kontext / Literaturrecherche: evangelischer Kirchenbau der Nachkriegszeit und dessen baudenkmalpflegerischen Herausforderungen
– Bausystem TRELEMENT / Bautechnik: Archiv- und Quellenforschung anhand von Originalplänen, Fotos, Detail-, Konstruktionsplänen und Dokumenten der Versöhnungskirche Geretsried
– Baudokumentation / Erfassung Zustand / Diskussion: Analyse des gegebenen baulichen Zustands der Versöhnungskirche in Geretsried mit Erstellung eines Raumbuches, fotografische und zeichnerische Dokumentation spezifischer Baudetails, Kartierung und Zustandserfassung

Die hier präsentierten Arbeiten zeigen einen Ausschnitt der Abgabeleistungen des zweiten Schwerpunktes. Anhand von Originalplänen der Versönungskirche in Geretsried wurden Detailzeichnungen markater Knotenpunkte erstellt.