Vipitenum

Professur
Entwerfen und Konstruieren
Projektarbeit

Wie so viele Altstädte leiden auch die, touristisch sehr stark frequentierten, Südtiroler Innenstädte unter zunehmendem Abzug ihrer Bewohner.
Die Umstände, auf welchen das bekannte Phänomen in diesem Fall gründet, wurden in Gruppen-arbeit ausführlich analysiert. Dabei wurden Schlüsselthemen gefunden, auf welche in den Einzelprojekten architektonische Antworten gesucht wurden.

Diese Arbeit setzt sich mit der Sanierung und Transformation eines typischen Bausteins der historischen Mitte des Ortes auseinander.
Die sehr spezielle Typologie der zusammenhängenden Sterzinger Stadthäuser gründet auf einem ursprünglichen Parzellenraster von rund 5m Breite (Stadtfassade) und bis zu 75m Tiefe.
Das, in dieser dichten Bebauung entstandene, Element der sogenannten „Lichthauben“, nach Süden steil aufragende Schleppgauben, belichtet die Gebäude über Tonnengewölbe bis in ihre Tiefe.
Diese bestehende „Lichthaube“ des Vordergebäudes wird bis in das Erdgeschoss geführt und öffnet sich in die neugeschaffene öffentliche Passage, welche die Innenstadt mit der zweiten Reihe, längs durch das gesamte Gebäude, verbindet. An dieser Passage wurde Raum für öffentliche Nutzungen geschaffen, um das Gebäude bis in seine Tiefe zu beleben.
Das bis auf sein historisches Erdgeschoss rückgeführte ehemalige Stallgebäude, an der Rückseite des Grundstücks, wird um zwei neugeschaffene Geschosse erweitert. Dabei orientiert sich das Gebäude am Geist des Vordergebäudes. Qualitäten auf allen Ebenen, von Raumgestalterischen bis Bauphysikalischen Inhalten werden versucht neu zu interpretieren und in die Gegenwart zu übersetzen.
Im direkten Vergleich mit dem lokalen Konkurrenzmodell des peripher gelegenen freistehenden Ein- bis Mehrfamilienhauses wurde dabei ein enormer Katalog an Argumenten zusammengetragen, welche für den Erhalt und die Belebung dieser speziellen Typologie sprechen.

1
Passage
2
Lage
3
Längsschnitt, Erdgeschoss
4
Abbruch, Neubau
5
Querschnitte
6
Gemeinschaftsraum, Wohnung