Hybridwiese

Pablo Bretschneider Chillon
Professur
Urban Design
Projektarbeit

Die Tatsache, dass sich die Theresienwiese im Laufe des Jahres ständig verändert und divers besetzt wird, macht sie zu einer Sonderform städtischen Freiraums und prägt den Ort dadurch einzigartig.
Außerhalb des Oktoberfestes bietet dieser Freiraum jedoch – von vereinzelten und nur sehr punktuellen Veranstaltungen abgesehen – keinerlei Reize und bleibt die meiste Zeit als Brache zurück. Das Augenmerk der Arbeit liegt auf dem Charakter der Wiese als tranformativer Stadtraum. Analog will dieser Entwurf, über diese wenige Wochen andauernden Veranstaltungen hinaus, weitere Nutzungspotentiale aufzeigen.

Entworfene Bauformen vermitteln zwischen dem Potential der Wiese als städtischer Freiraum und deren jetziger Nutzung als Veranstaltungswiese. Die Architekturen ergänzen dadurch bestehende Programme, oder regen neue Nutzungen (und damit eine Aneignung der Stadtbrache) an.

Die sich ständig verändernde Zusammensetzung der Wiese soll auch durch die Formensprache der Architektur bekräftigt werden. Die Untersuchung und Transformation von Architekturen des Oktoberfests ist insoweit ein wichtiges Mittel, um zu gewährleisten das der Besucher der Wiese auch an den 50 verbleibenden Wochen des Jahres ohne Oktoberfest den Zustand mit selbigem assoziiert. Gleichzeitig verändern sich die vorgeschlagenen Bauten je nach Rahmenbedingen auf der Wiese. Durch die Möglichkeit, typische Kulissenelemente des Oktoberfestes oder anderer Veranstaltungen durch deren Integration sozusagen zwischen zu Lagern.
So wird beispielsweise die Aussichtsplattform zum Zwischenlager von Leuchtreklamen der verschiedenen Buden, Fahrgeschäfte oder Festzelte. Auch könnten weitere Fassadenelemente des Oktoberfestes (Ochsenbraterei, Geisterbahn) als Kulissen für Aufführungen im Theater verwendet werden.