Es lohnt sich!

Professur
Entwerfen, Umbau und Denkmalpflege
Projektarbeit

Zweites Leben für 70er Jahre Bürobauten | Umbau des Europäischen Patentamtes

Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit der Architektur der 1970er Jahre betreffend die Baugruppe Bürogebäude.
Viele Bürogebäude aus dieser Zeit sind jetzt sanierungsbedürftig und stehen kurz vor Abbruch. In der Masterarbeit wurde untersucht, ob es möglich ist durch einen Umbau des Gebäudes die Sanierung des Bürogebäudes wirtschaftlich zu machen. Die Untersuchung wurde auf Beispiel des Europäischen Patentamtes in München gemacht. Verschiedenen Umbaukonzepte für dieses Gebäude wurden entwickelt und untersucht.
Jedes Umbaukonzept besteht aus zwei Teilen: Umnutzung für Wohnungen und Generalsanierung des Büros. Für jedes Umbaukonzept wurde bewertet, inwieweit die Sanierung des bestehenden Gebäudes durch diesen Gewinn finanziert werden kann.
Das Konzept von der Umnutzung und Erweiterung des Südturmes zum Wohnturm wurde als optimale Strategie gewählt und im Entwurf weiterentwickelt. Dadurch wird ein ganzheitliches Konzept für die Aufwertung des Europäischen Patentamtes vorgeschlagen.
Die Büroräume des Patentamtes werden im Nordturm komplett erhalten und denkmalgerecht saniert. Die bestehende Fassade wird von der Innenseite mit der neuen Fassade ergänzt. Für das Bürogebäude wird neuer großzügiger Eingang geschaffen.
Neue Gemeinschaftsflächen und öffentliche Räume für die Mitarbeiter, Bewohner und Besucher werden vorgeschlagen. Das Grundstück vor dem neuen Eingang im Europäischen Patentamt wird zum Zentrum des Grundstückes gemacht, dafür wird der Umbau der Tiefgarage vorgeschlagen.
Die Erschließung der Wohnungen wird aufgrund der bestehenden Struktur des Gebäudes entwickelt: die Wohnungen werden durch bestehende Treppenhäuser und einen mittleren Flur erreichbar. Der Südturm wird durch einen neuen Teil aus Beton-fertigteilen verlängert und um ein Geschoß aufgestockt. Diese Aufstockung soll städtebaulich einen neuen Akzent setzen.
Es ist gelungen, unterschiedliche Wohnungstypen mit unterschiedlichen Größen zu schaffen. Die Wohnungen wurden so entworfen, dass jedes Zimmer, auch das Bad, eine Aussicht auf der Stadt und den Zugang zum Balkon hat. Die Abstell- und Waschräume wurden in jedem Geschoß in den Erschließungskern des Gebäudes geplant.
Das Dach wird zu einem Aufenthaltsort für Mitarbeiter und Bewohner umgebaut. Spazierwege, begrünte Bereiche, Sitzbereiche, ein kleines Café sowie ein Sportsaal stehen den Mitarbeiter des Patentamtes und den Bewohner der Wohnanlage zur Verfügung.
Die Fassade des Wohnturms ist durch Metall und Glas geprägt. Die Fassadenelemente mit dem nach innen gebogenen Blechen haben zwei wesentlich Funktionen. Sie dienen als Schächte, für sämtliche Sanitärleitungen. Desweiteren übernehmen sie die Tragfunktion für die neuen Balkone.

Innenraum
Wohnraum und Küche von einer Regelwohnung
Bestandsanalyse
Nutzungen in EPA und Kostenschätzung der Umbaukonzepte
Grundriss und Wohnungstypen
Umbau einer Regelgeschoß für Wohnungen
Grundriss und Schnutte
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Axonometrie
Installationsschacht als Fassadenelement | Leitungen im Bad
Fassadenkonstruktion
Fassadenschnitt | Ansicht | Detailgrundriss