Erinnerungsort ehemaliges NS-Zwangsarbeiterlager

PublikationProfessur
Architekturgeschichte und kuratorische Praxis
Projektarbeit

Die Masterthesis befasst sich mit der Entstehung eines zukünftigen
Erinnerungsortes auf dem Gelände des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers des Reichsbahnausbesserungswerks
(RAW) in Neuaubing München.

Das einzigartig gut erhaltene Lagergelände in Neuaubing ist eines der letzten Spuren der flächendeckend von Nationalsozialisten errichteten Barackenlager für die Unterbringung von 13 Millionen zur Zwangsarbeit verschleppten Menschen. Nach 75 Jahren wechselnder Nutzungen und Erhaltung durch Eigeninitiative der Mieter soll dieses jetzt als Dependance des NS-Dokumentationszentrums zu einem Ort der Erinnerung an die Zwangsarbeit werden.
Das Ziel ist einen belebten Ort zu schaffen an dem die derzeitigen Mieter in den Gebäuden verbleiben können und zeitgleich die historische Relevanz des Geländes erkennbar wird. Vor dieser Fragestellung untersucht die Arbeit unterschiedliche Bedeutungsebenen dieses Ortes und der Gestaltung von Erinnerungsorten im allgemeinen. Daraus werden Leitgedanken formuliert, um einen plural genutzten und zukunftsfähigen Erinnerungsort zu schaffen. In einem neuen Eingangsgebäude und einer Neuorganisation des Areals werden die Erkenntnisse räumlich umgesetzt. Es soll Sichtbarkeit für das Gelände geschaffen werden. Ein Überblick und die Informationen sind unmittelbar und jederzeit zugänglich. Mit dem neuen Gebäude entsteht ein Treffpunkt, der die Gemeinschaft stärken und weiterführende Angebote ermöglichen soll.