EINFACH | DICHT | WANDELBAR

Professur
Entwerfen und Konstruieren
Projektarbeit

Ziel meiner Masterthesis sollte die Entwicklung einer dichten und wandelbaren Wohntypologie, ähnlich der weiterhin
beliebten Altbauten, sein.

Besonderes Augenmerk lag auf der Entwicklung von robusten Strukturen, welche für Anforderungen wandelnder
Lebensmodelle, Familienstrukturen und Arbeitswelten konstruktive Lösungen bieten, die simple Anpassungen ermöglichen
um die Lebensdauer von Gebäuden zu erhöhen.

Im Sinne des verdichteten Bauens wurden die Baulinien maximal ausgereizt, was zu einem ca. 110 Meter langen und 26 Meter tiefen Baukörper führte. Basierend auf der Analyse von Grundrissen aus der Gründerzeit entstand ein kompakter Bau mit umlaufend flexiblen Individualräumen sowie einem Funktionsstrang , bestehend aus Erschließung,Bädern und Küchen im Zentrum des Gebäudes, welcher durch eine Abfolge kleiner Lichthöfe natürlich belichtet und belüftet wird. Zusätzlich bietet das Gebäude durch einen umlaufenden Balkon attraktive Freiflächen für jeden Individualraum.

Eingefasst, sowohl zwischen dem öffentlichen Erdgeschoss als auch der halböffentlichen Dachterrasse, bieten die 5 Regelgeschosse den Platz für 120 Wohn- & Geschäftseinheiten. Die 2-4 Zimmer Einheiten lassen sich als Wohnung, Wohngemeinschaft oder als Büro nutzen. Darüber hinaus ermöglicht eine speziell dafür ausgelegte Flurzone das Wachsen und Schrumpfen der Wohnungen. Daraus ergeben sich zusätzliche 1-5 Zimmer Einheiten. Das Erdgeschoss wird durch eine Abfolge von Höfen gegliedert, welche zur Erschließung der Obergeschosse sowie der Unterbringung von öffentlichen Aufenthaltsräumen dienen. Die gemeinschaftliche Dachterrasse bildet durch das Angebot von Pflanzbeeten an den Erschließungskernen kleinteilige Aufenthaltzonen aus, welche durch einen Rundweg verbunden werden.

Die vorgehängten Balkone werden durch Konsolen (angelehnt an gründerzeitliche Konstruktionsprinzipien) getragen und bilden durch eine Verschneidung der Sichtschutzwände zwischen den einzelnen Einheiten eine prägnante Fassadenornamentik aus,
welche die Wandelbarkeit des Gebäudes nach Außen spürbar macht.

Modell 1:50
Die Fassade bildet durch die Betonung konstruktiver Elemente eine prägnante Ornamentik aus.
Rendering + Modell 1:200
Der stringent entwickelte Bau wird durch die unregelmäßige Fassade aufgelockert.
Innenraum + Treppenhof
Viele sichtbare Holzoberflächen und kräftige Farben.
Schnitte
Der Baukörper wird durch eine Abfolge kleiner Lichthöfe gegliedert.
Auszug Regelgeschoss
Die einzelnen Einheiten können wachsen und schrumpfen.
Herleitung Grundriss
Auf der Basis gründerzeitlicher Grundrisse wurde eine neue Großform entwickelt.