Die Revitalisierung des Mittelalterlichen Ortskerns

Daniela Beerens
Professur
Entwerfen und Konstruieren
Projektarbeit

Gegenstand meiner Betrachtung ist die Revitalisierung des mittelalterlichen Ortskerns Sterzing. Wie kann man die Innenstadt nachhaltig verdichten und das Wohnen in der Innenstadt attraktiver machen? Hierbei habe ich mich mit der Bestandsbebauung befasst und ein Regelwerk für den Neubau in der zweiten Reihe erstellt, um den historisch einheitlichen Ortskern zu erhalten und die neue Bebauung der örtlichen Bebauung anzupassen.

Mein Entwurf interpretiert die örtliche Bebauung neu, da diese sich an die historisch schmalen und übertiefen Parzellen anpasst. Hierbei habe ich ein Regelwerk erstellt, welches weiterhin den öffentlichen Durchgang über die Grundstücke vorsieht und die Innenhöfe zulässt. Auch die Lichthauben und die daran angeschlossenen Gemeinschaftsräume sind Bestandteil dieses Regelwerks.
Im Erdgeschoss wird der Durchgang erhalten und der öffentliche Raum bereichert durch Nutzungen, wie zwei verschiedene Ladeneinheiten und ein flexibel nutzbarer Veranstaltungsraum. In den oberen Geschossen befinden sich zwei altersübergreifende Wohngruppen. Zum einen für dauerhafte Mieter und eine Wohngemeinschaft für Arbeiter, Lehrlinge oder vorübergehende Bewohner.
So können pro Wohngemeinschaft 6 – 8 Leute zusammenwohnen, 4 Wohneinheiten sind rollstuhlgerecht entworfen. Jede Wohngemeinschaft verfügt über einen zweigeschossigen Gemeinschaftsraum, der entweder über den Innenhof oder über die Lichthaube belichtet wird.
Durch das altersübergreifende gemeinschaftliche Wohnkonzept wird der Austausch unter den Bewohner gestärkt und gegenseitige Hilfe ermöglicht.