School of Engineering and Design Öffentliche Loggia

Cristiano Bertan
Professur
Entwerfen, Umbau und Denkmalpflege
Projektarbeit

Prof. A. Hild

Assistenten: Barbara Brinkmann, Tatiany Stamatelatos, Andreas Wolf Schulze

Im Rahmen der strukturellen Neuorganisation der TUM und der Überführung und Zusammenfassung der einzelnen Fakultäten in Schools beschäftigt sich der Entwurf mit der Möglichkeit von Erweiterungsbauten auf dem Stammgelände der Technischen Universität München.

Hierbei handelt sich um eine Intervention, welche mit der kritischen Lektüre der historisch gewachsenen Struktur des TUM-Stammgeländes begann. Der Schwerpunkt der Betrachtung lag auf der Genese kollektiver, öffentlicher Räume innerhalb des Campus und untersucht die Beziehungen zwischen den Gebäuden. Die Anforderung an institutionelle genutzte Gebäude zur Schaffung kollektiver Bereiche innerhalb des städtischen Blocks der Maxvorstadt wurde in den Mittelpunkt des Entwurfs gestellt. Ziel war es, dass die neue „School of Engineering & Design“ sowohl ein Ort der Begegnung, als auch ein Ort der Kulturförderung wird. Menschen sollen sich hier auf kollektive Prozesse verlassen können und gleichzeitig ihre individuellen Ambitionen ausüben können.

Betritt man den Campus über den Südeingang an der Gabelsbergerstraße und geht durch die bestehende massive Schwelle, so ist hier von nun an ein neuer Portikus als Erweiterung des bestehenden Eingangs vorgesehen. Eine sanfte Bewegung der Säulenachsen unterstreicht die Eigenständigkeit des Portikus. Der regelmäßige, sich wiederholende Abstand zwischen den Säulen verbinden das Neue mit dem Bestehenden.

Von Süden nach Norden führt ein regelmäßiges Raster entlang einer Achse zur zentralen Stelle, die die Lage der Piazza verstärken soll. Von West nach Ost atmet das strukturelle Raster zusammen mit den Räumen. Der Abstand zwischen den Pfeilern verändert sich je nach Typologie des konfigurierten Raumes und erzeugt eine Abfolge von Schwellen, welche die Ausstellungs-, Diskussions- und Produktionsräume innerhalb der Ateliers strukturieren. Die Zwischenräume bieten Platz für Begegnung und laden zur informellen Nutzung ein. Der Bodenbelagswechsel unterstreicht die unterschiedlichen Nutzungen der Räume.

Ein Netz von Straßen führt von den öffentlichen Bereichen zu den kollektiven Gärten auf der Rückseite der Gebäude. Tritt man aus dem Portikus, um die Räume in ihrer Höhe wahrzunehmen, öffnet sich der Blick auf eine Collage aus Elementen der italienischen Renaissance. Die der Piazza zugewandte Fassade ähnelt den Prinzipien dieser Kompositionen. Hier werden klassische Elemente in zeitgenössischer Gestalt verwendet. Diese verstehen sich als metaphorische Interpretation traditioneller Elemente und verwenden unterschiedliche Materialien und Farben. Sie bestimmen die kompositorischen und hierarchischen Prinzipien der Fassade. Die Tektonik der fünf Fassaden gibt ebenfalls die Hierarchie für den gesamten Campus vor.

Axonometrie
Cristiano Bertan
Grundriss EG
Cristiano Bertan
Grundriss OG
Cristiano Bertan
Schnitt
Cristiano Bertan
Dreitafelprojektion
Cristiano Bertan
Perspektive
Cristiano Bertan