School of Engineering and Design Baukonglomerat

Luise Banz
Professur
Entwerfen, Umbau und Denkmalpflege
Projektarbeit

Prof. A. Hild

Assistenten: Barbara Brinkmann, Tatiany Stamatelatos, Andreas Wolf Schulze

Thema des Sommersemesters ist die räumliche Erweiterung und Zusammenlegung der TUM. Als Anlass dient die strukturelle Neuorganisation der Universität in der einzelne Fakultäten zu Schools zusammengefasst werden sollen. Für die neu entstehenden Schools soll das Stammgelände in seiner bestehenden räumlichen Struktur und potenziellen Umstrukturierung untersucht werden. Neben der Zusammenlegung der Räumlichkeiten soll auch der Campus auf seine Freiflächen und eventuell notwendige Erweiterungsbauten untersucht werden. Konkret sollen Räumlichkeiten für die neu aufgestellte School of Engineering and Design geschaffen werden. Der Universitätscampus hat eine bewegte Baugeschichte. Neu-, Um-, Anbau, Abriss oder auch Kriegszerstörung und Wiederaufbau führten zu einem völlig uneinheitlichen Baukonglomerat.

Die These des Entwurfes ist das Aufgreifen des Motivs Konglomerat. Die Nachverdichtung auf dem Stammgelände soll also städtebaulich als Weiterführung oder Erweiterung des bestehende Konglomerats verstanden werden. Durch eine lose Bebauung soll im Kontinuum der Baugeschichte des Stammgeländes neugebaut, abgerissen und angebaut werden.
Momentan findet man eine starke bauliche Trennung zwischen dem östlichen und westlichen Areal des Stammgeländes vor. Das neue Konglomerat soll die Trennung auf lockern und die räumliche Verbindung stärken. Außerdem findet man im Innenhof eine großflächige unbebaute Mitte, diese soll durch eine Verdichtung neu proportioniert werden. Es soll ein Platz entstehen mit räumlichen Qualitäten, die zwischen öffentlich und intim changieren. Aus diesen städtebaulichen Ansprüchen differenziert sich der genaue Standort innerhalb des Innenhof und entwickelt sich eine lockere Bebauung aus 3 Neubauten. Die Bauten sollen sich klar in ihren Funktionen unterscheiden, es soll ein Verwaltungs-, Veranstaltungs- und Schulbau entstehen. Dies soll mehr räumliche Klarheit schaffen, aber auch zu mehr Aktivität durch das körperliche Bewegen und die sozialen Begegnungen anregen.

Der Schleichweg zwischen Wielandsbau und Heizkraftwerk ist der Ausgangspunkt für die Verstärkung von Ost- und Westareal. Um hier eine prominentere Verbindung zu schaffen soll das Heizkraft durch den Verwaltungsbau ersetzt werden. Dem neu definierten Platz zugewendet steht der Veranstaltungsbau mit einem den Platz bespielendem Café im EG und anschließender Veranstaltungsfläche. Dieser Bau beansprucht einen öffentlichen, repräsentativen Charakter und ist daher pavillonartig niedriger gehalten und mit doppelgeschossigen Decken großzügig gestaltet. Seitlich davon soll das neue Schulgebäude entstehen. Mit 18 Etagen markiert das Hauptgebäude der neuen School im Stadtbild Münchens das Bildungszentrum TUM. Es staffelt sich entsprechend der Privatisierung der Nutzung in äußerer Erscheinung, Tiefe und Höhe. Die ersten Etagen beinhalten Seminar- und Vorlesungsräume und im zurück versetzten Hochhaus befinden sich die Räumlichkeiten der Lehrstühle. Die Studios der Architektur-Studierenden sind in den angrenzenden Bestandsgebäuden untergebracht, die als Teilnutzung des Heizkraftwerkes mit dem Abriss auch obsolet sind. Somit sollen diese entkernt und ausgebaut werden. Über ein Atrium sind die einzelnen Etagen miteinander verbunden. Die einzelnen Studios können flexibel über Vorhänge definiert werden. Das arbeiten aller Studierenden in einem großen Raum soll das Miteinander und den Austausch stärken.

Axonometrie
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Ansicht
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Grundriss
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Perspektive
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Perspektive
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Perspektive
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