FWK

Andreas Negele
Professur
Raumkunst und Lichtgestaltung
Projektarbeit

Die diesjährige Semesteraufgabe im Wintersemester 2019/20 liegt in Mitten des Kunstareals. Umgeben von hochrangigen Kulturbauten soll an der jetzigen Stelle des Reichs der Kristalle und der darin integrierten LMU ein neuer Bau entstehen. Dieses Gebäude soll den Maßstab für den Museumsbau des 21. Jahrhunderts neu definieren. Zu dem Museumsentwurf soll eine bisher noch nie dagewesene Verknüpfung zu einem Department einer Universität geplant werden.

Die Fakultät für Geschichte- und Kunstwissenschaften der LMU mit den Lehrstühlen Kunstgeschichte, Kunstpädagogik, Musikpädagogik, Musikwissenschaften und Theaterwissenschaften soll unter ein organisatorisches Dach gebracht werden. Hier soll die angesprochene Verknüpfung zwischen den Disziplinen der Wissenschaft und der Kunst hergestellt werden. Der Leitgedanke des Projekts besteht darin, die zwei unterschiedlichen Disziplinen auf getrennte Art und Weise zu behandeln, aber trotzdem unter ein Dach zu bekommen und ein gemeinsames Zuhause anbieten zu können. Ausgangspunkt des Entwurfs ist das strikte Raster der Maxvorstadt. Nur wenige Rasterfelder folgen nicht dem typischen Raster. Das unserige Feld an der Kreuzung Barer Straße zur Theresienstraße folgt nicht dem Muster der Blockrandbebauung. Wir gehen davon aus, dass der zweite Bauabschnitt der Pinakothek der Moderne in Zukunft kommen wird und die zur Stadt gewandete Seite den Block abschließt. Unser Entwurf nimmt diese Blockrandbebauung auf und springt auf die Linie des Brandhorst zur Straße. Dadurch bildet sich ein schmaler lang gezogener Baukörper. Dieser enthält die Institutionen der LMU. Im Süden gegenüber der Pinakothek der Moderne erstreckt sich unser Museumsbau mit derselben Länge. Die Eingänge liegen gegenüber und bilden somit einen Bezug zueinander. Verbunden werden die Universität und das Museum durch eine eingestellte, von beiden Seiten nutzbare Werkhalle. Hieraus ergibt sich eine konzeptionelle Schichtung in drei Baukörper. Die innere Erschließung funktioniert über zwei Achsen. Die Werkhalle bildet die Ost- West Achse und kann zusätzlich zur ebenerdigen Anlieferung genutzt werden. Die Nord-Süd Achse durchläuft alle drei Schichten. Sie ermöglicht ein Diffundieren durch die Schichten und lässt den Nutzer so die verschiedenen räumlichen Qualitäten wahrnehmen. Vom Straßenraum aus gelangt man zunächst in das Foyer der Universität, das in die Werkhalle übergeht. Diese lässt sich durch große Tore zur Werkschau öffnen und ermöglicht die Interaktion mit dem Museum. Besucher können so nicht nur die Ausstellungen erleben, sondern haben auch die Möglichkeit, die Museumsarbeit selbst zu begutachten. Das LMU Gebäude ist in drei Bereiche untergliedert. Im Westen zieht sich die Bibliothek durch alle Geschosse und im Osten befinden sich Sonderräume, wie Mal- und Musikräume, sowie Besprechungsräume. Dazwischen liegt im Erdgeschoss das Foyer und darüber die Lehrstühle.
Im Erdgeschoss des Museums erstreckt sich ein offener Ausstellungsraum, der in die Werkschau übergeht. Im Obergeschoss bilden sich 12 Kabinette aus. Die südlichen Kabinette nehmen die darunter liegende Stützenstruktur auf und sind so flexibel zu gestalten.

Die Halle
Das Verbindungsstück zwischen Universität und Museum
Piktogramme und Grundriss
Erläuterung der Herangehensweise und Erdgeschossgrundriss
Visualisierungen, Grundriss und Schnitt
Perspektiven, Modellbild und Obergeschossgrundriss
Ansicht, Grundriss und Schnitt
Ansicht Süd, Obergeschossgrundriss, Schnitt Ost-West
Ansicht, Grundriss und Schnitt
Ansicht West, Obergeschossgrundriss, Schnitt Nord-Süd 1
Ansicht, Grundriss und Schnitt
Ansicht Nord, Obergeschossgrundriss, Schnitt Nord-Süd 2