Filmische Architektur

Nils Fröhling
PublikationProfessur
Theorie und Geschichte von Architektur, Kunst und Design
Projektarbeit

Diese Arbeit stellt die Parallelen zwischen Film und Architektur dar. Die Grundlage dafür bildet der gemeinsame Rückgriff Le Corbusiers und Sergej Eisensteins auf die Beschreibungen der Akropolis durch Auguste Choisy. Einen Schwerpunkt des Transfers des daraus abgeleiteten Architekturverständnisses auf existierende Architektur stellen die Arbeiten von Jean Nouvel dar.

In Form von Referenzen, Analogien und Exkursen in das Thema des „filmischen Raums“ lassen sich Verbindungen zwischen Architektur und Film an den Rändern des Architekturdiskurses finden. In der Regel sind sie allerdings zu versprengt, um ein zusammenhängendes Bild von den Schnittstellen dieser Disziplinen entstehen zu lassen. Dennoch erscheint eine genauere Untersuchung dieser Gemeinsamkeiten lohnenswert. Ist laut Benjamin im Film doch das Potenzial angelegt „mittels des Dynamits der Zehntelsekunden“ eingerostete Sehweisen aufzubrechen und „durch die Betonung versteckter Details an den uns geläufigen Requisiten“ einen genaueren Blick auf unsere Umgebung zu erhalten. Die Verbindungen scheinen vielfältig: Architekten beteiligten sich seit jeher als Bühnenbildner, Regisseure wechselten ihre Branche und Architekten wie Bernhard Tschumi verwiesen eindeutig auf die Notwendigkeit, Architektur als die Abfolge von „Frames“ aufzufassen. Bereits diffus wahrnehmbar, schälen sich einige Untersuchungsbereiche heraus. Auf der bildlichen Ebene gibt es eine Vielzahl von Autoren, die das Set-Design und die architektonischen Besonderheiten von Filmen analysieren. Letztlich führen diese Untersuchungen zu einem besseren Verständnis vom Umgang mit Architektur im Film, vom entgegengesetzten Standpunkt aus betrachtet, ist es allerdings schwer, aus diesen Ergebnissen konkrete Schlüsse für die Entwurfspraxis abzuleiten.

Deckblatt der Arbeit
München, 2020, © Nils Fröhling
Auszug aus der Analyse: Interferenzen
München, 2020, © Nils Fröhling
Auszug aus der Analyse: Filmische Montage
München, 2020, © Nils Fröhling
Auszug aus dem Projektteil: La Tourette
München, 2020, © Nils Fröhling
Auszug aus dem Projektteil: Tours Sans Fins I
München, 2020, © Nils Fröhling
Auszug aus dem Projektteil: Tours Sans Fins II
München, 2020, © Nils Fröhling