Die Große Freiheit

Victoria Hartmann
Professur
Entwerfen, Umbau und Denkmalpflege
Projektarbeit

Im Studio „Spekulationen“ wurde spekuliert. Nicht mit Geld und auch nicht mit Immobilien, sondern mit Gedanken zu einer möglichen Zukunft, die anders ist als das Jetzt. Ausgangspunkt waren zeitgenössische, mitunter gewagte Thesen und Utopien von Denker*innen wie Sophie Lewis, Donna Haraway oder Rutger Bregman. Sie alle haben zunächst scheinbar wenig mit „Architektur“ am Hut – sofern man an der Oberfläche bleibt. Denkt man ihre Gedanken weiter, erscheinen sie jedoch ziemlich fruchtbar und relevant für uns Architekt*innen. Also haben wir aus ihnen Architektur gemacht (wenn Architektur mehr ist als das, was wir gebaut vor uns sehen).

Der Film basiert auf Sophie Lewis‘ Buch „Full Surrogacy Now. Feminism Against Family“, in dem die Autorin Kritik an der Leihmutterschaftsindustrie, der weißen Überlegenheit und besonders an der weißen Kernfamilie übt. Im Film wird die Utopie aufgegriffen, dass die Kernfamilie von einer Struktur aus „Verwandtschaft“ durch Gesinnung und Liebe abgelöst wird und dass Kinder nicht weiter Besitz ihrer Eltern sind, sondern nur noch sich selbst gehören. Filmisch umgesetzt bedeutet dies eine Kamerafahrt durch Die Große Freiheit – ein Turm auf Leipzigs Wilhelm-Leuschner-Platz, in dem die Kinder leben und der ihnen in unendlicher Größe die Möglichkeit bietet, herauszufinden wer sie sind um zu entscheiden, mit wem sie in Verwandtschaft leben wollen.

Die Große Freiheit
Titelbild Film
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Standbild
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