WEIßRAUM

Professur
Bildende Kunst
Seminararbeit

Draußen, außerhalb, unerreichbar, anonym. Antonym des Drinnen, welches wir gerade so intensiv kennenlernen. Das Draußen romantisiert sich zur Sehnsucht. Wir denken an Orte, die wir nicht erreichen, Häuser die wir nicht verlassen und Menschen dir wir nicht treffen. Der Wunsch ins Draußen
auszubrechen, Barrieren zu überwinden und dem Sichtbaren zu ent iehen, beschreibt maßgeblich die gezeigte Arbeit. Mit der überwindenden Leiter auf der Reise, sind drei Bildpaare entstanden die in ihrer Zusammenstellung korrespondieren und die Betrachtenden doch im Ungewissen lassen. Sie scheinen der Handlung entzogen. Die Akteure durchschneiden die Bilder und der Höhepunkt der Handlung verliert sich im Weißraum. Das Foto dokumentiert choreographierte Fragmente und überlässt den Betrachtenden ihre Interpretation des nicht gezeigten. Jedes Diptychon zeigt eine abgeschlossene Handlung. Mal zitierend, mal als Teil einer zeitlichen Handlung. Die Leiter nimmt als tragendes Objekt teil und verkommt – wie die Interagierenden – zu einem graphischen Element der Einzelaufnahmen. Das übergeordnete Narrativ entsteht allein durch die Dualität der Fragmente.
©Klages