Mit einem leisen Klicken schließt sich die Badezimmertür. Spülgeräusche. Das Sprudeln eines Wasserhahns ist zu vernehmen, das Summen eines Rasierapparats. Der harte Schall eines gefliesten und geradezu bedrückend kleinen Raumes bricht mit der Dunkelheit des Bildes. Wie ertappt lauschen wir dem Geschehen hinter der Tür. Hinter der Tür? Das Öffnen der Augen durchleuchtet das Gehörte. Panopticon: alleinsichtig, durchleuchtet und der Beobachtung dauerhaft ausgesetzt. Jetzt erst sehen wir ihn. Exponiert, fast entblößt und seiner schützenden Hülle beraubt. Eine so intime Situation der maximalen Öffentlichkeit in Bild und Ton zur Schau gestellt. Ein Schauspiel! Darf er das? Zwischen Empörung und Faszination bilden sich Menschentrauben, Silhouetten huschen vorbei, verstohlene, irritierte Blicke. Die vorher so klaren Töne verlaufen sich im repetitiven Rauschen der Stadt.
Indem mit der Erwartung des Beobachters gebrochen wird, entsteht ein Spannungsfeld zwischen Vorstellung und Wahrnehmung. Dies lässt die Frage zu wie wir Privatheit wahrnehmen und wieviel es da- von braucht.
Verantwortlich für das Ganze?
©Levin Arnold, Niko Endres, Ben Nepomuk Klages, Max Malte Messner, Vitus Michel

PANOPTICON
Film ©Levin Arnold, Niko Endres, Ben Nepomuk Klages, Max Malte Messne
PANOPTICON
Film