Ausgangspunkt für unsere Projektidee war die Erkenntnis, dass Online-Meetings, insbesondere bei schlechter Internetverbindung, charakterisiert sind von neuartigen, sehr eigenen Aussagen. Fast jedes Gespräch beginnt mit den Worten: Hallo. Könnt ihr mich hören? Diese Begrüßungsworte sind zur frustrierenden Gewohnheit geworden. Unser Ziel war es, die Sätze zu inszenieren, ins Absurde zu ziehen, in einen scheinbar unendlichen Loop, aus dem es kein Entweichen gibt.

Neben der Audiospur haben wir uns für eine Videobegleitung entschieden.
Die Aufnahmen sind ein Zusammenschnitt aus Kurz-Einblicken in unsere eigenen Wohnungen. Online-Meetings enttarnen private Räume, die andernfalls unbekannt bleiben würden. In gewisser Hinsicht sind sie ein Einschnitt in die Privatsphäre. In den Videoausschnitten sieht man Alltagsgegenstände, Konsumgüter und Momentaufnahmen, sehr nah, schnell, teils verschwommen. Die Übergänge zwischen den Aufnahmen, den Zimmern, gehen verloren. Wir alle befinden uns irgendwie im gleichen Drinnen, obwohl wir voneinander physisch getrennt sind.