Forum St. Benedikt

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Architectural Design and Conception
project

Das Forum St. Benedikt liegt im Münchner Stadtteil Westend.
Der Ort ist geprägt durch die unmittelbar angrenzende Kirche St. Benedikt, den rückseitig anschließenden Blockinnenbereich mit Garten und die Lage als Ecke des Blockrandes.
Das Forum bietet als Quartierstreffpunkt eine Bühne für Kreatives, Soziales und Alltägliches. Genossenschaftlich organisierter Wohnraum verdichtet das Quartier.

Im Münchner Stadtteil Westend befindet sich an der Ecke Schrenkstraße/Westendstraße ein eingeschossiger Flachbau aus den 1960er Jahren, der momentan durch die soziokulturelle Einrichtung „Köşk“ genutzt und betrieben wird. Die Einrichtung organisiert verschiedene soziale und kulturelle Projekte im Quartier.
Das Gebäude ist marode und ein Erhalt wurde aufgrund der geringen Grundstücksausnutzung sowie seiner städtebaulich problematischen Solitärsituation ausgeschlossen.
Es wird ein Konzept gesucht, welches die vorhandene Einrichtung einbindet und das Stadtviertel zusätzlich mit genossenschaftlich organisiertem Wohnraum nachverdichtet.
ORT
Das Münchner Quartier Westend wurde im Zuge der Industrialisierung im 19. Jh. als Arbeiterwohngebiet geplant. Es gibt mehrere Genossenschaften, die sich für bezahlbaren Wohnraum im Westend einsetzen und Projekte organisieren. Ortsbildprägend ist unter anderem das unter Denkmalschutz stehende Ensemble aus Backsteingebäuden der Brauerei „Augustiner-Bräu“, welche als älteste Brauerei Münchens gilt. Das Grundstück an der Ecke Schrenk-/Westendstraße ist geprägt durch die unmittelbar angrenzende Kirche St. Benedikt (geweiht 1881), den rückseitig anschließenden Blockinnenbereich mit Garten und die Lage als Ecke des Blockrandes.
IDEE UND KONZEPT
Der Neubau reagiert auf die städtebauliche Ecksituation mit einem Hochpunkt, der adressbildend den Haupteingang des Hauses markiert.
Leitidee für das Gebäude ist der Gegensatz von öffentlichem Straßenraum zu halböffentlichem bis privatem Blockinnenbereich. Zum Straßenraum hin sind die Individualräume der Wohnungen angeordnet, hier öffnet sich die Fassade situ- ationsweise und gezielt. Zum Blockinnenbereich orientiert befinden sich die Erschließungs- und Gemeinschaftsflächen, die den Wohnungen vorgelagert sind. Hier präsentiert sich das Gebäude strukturell und lässt den Innen- und Außenraum über großformatige Öffnungen miteinander verschmelzen. Auch sind die Fenster und Faltwände des Hauses so konzipiert, dass sie sich nach außen öffnen, um den aufgeschlossenen und einladenden Charakter zu unterstreichen. Der Garten im Blockinnenbereich ist für die Bewohner und Besucher in unterschiedlichen räumlichen Situationen erleb- und nutzbar.

ecke
ecke
konzept
konzept
ausdruck
ausdruck
gemeinschaftsterrasse
gemeinschaftsterrasse
pergola
pergola
blockinnenbereich
blockinnenbereich