BABYLON

Alia Raia
Raphael Braham
Marieke Stritzke
Professorship
Building Construction and Material Science
project

Das Projekt Babylon behandelt den Kontext der zunehmenden innerstädtischen Dichte. Der Flächendruck zeigt sich in der baulichen Ausbreitung in die Vertikale. Je dichter eine Stadt wird, desto höher werden auch Ihre Gebäude. Um urbane Qualitäten zu erhalten, gilt es darauf eine adäquate Antwort zu finden.

Im Zentrum des Entwurfs steht ein „Stadtregal“, das dem Schottenbau eines sechsstöckigen Wohnhauses hofseitig vorgelagert ist. Als Gemeinschaftsbereich und Zwischenzone vor den Wohnungen soll es auf wenig Raum wesentlich die Qualität der Außenbereiche stärken. Das geschieht vor allem durch eine üppige, breit angelegte, intensive Begrünung mit Sitzgelegenheiten, die über den gesamten rückseitigen Gebäudeteil verläuft. Gleichzeitig dient das vorgelagerte System als sommerlicher Wärmeschutz. Das Korsett des vorgeschriebenen Baufensters wird gewinnbringend ausgelegt, indem die vormals externen Grünflächen durch eine zweifache Abstufung in die Konstruktion integriert werden.

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
Mit der Zusammenlegung von Begrünungsfläche, Erschließungs- und Aufenthaltsbereich, erzielen wir einen Synergieeffekt. Die Bepflanzung sorgt für ein besseres Raum- und Mikroklima und erhöht somit die Qualität der Außenflächen. Diese wirken sich flächeneffizient auf die Erschließungsbereiche aus. Eine belebte und beliebte Atmosphäre besitzt wiederum einen positiven Effekt auf die Nutzung der Grünflächen, somit erzielen alle Elemente in Ihrer Gesamtheit eine gegenseitige Stärkung. Mit dem „Stadtregal“ möchten wir außerdem das konstitutive Potenzial von Architektur nutzen, um einer immer anonymer werdenden Welt etwas entgegenzusetzen. In den Außenbereichen soll trotz der Anforderung an höchste Raumausnutzung, Begegnungen und Austausch zugelassen,- sogar provoziert werden. Noch dringlicher als die Frage in welcher Form wir Wohnen wollen, ist es für uns eine Antwort darauf zu geben, wie wir als Gemeinschaft zusammen leben können. Integration, Vielfalt, und gesellschaftliche Durchmischung geht einher mit dem Angebot unterschiedlicher Wohnungsformen. Das Stadtregal bildet dabei ein Gerüst, das die freie Eingliederung und Disposition von Wohnungstypen erlaubt, die das allmähliche Einnisten des Lebens in die offenen Strukturen zulässt. In den oberen Stockwerken sind Maisonettewohnungen unterschiedlicher Größe angeordnet. Der Zugang erfolgt über die untere Ebene im Laubengang, während die obere Ebene im Stadtregal als Balkon genutzt wird. Aus der etagenübergreifenden Vernetzung der Schotten ergeben sich vielfältige Wohnungstypen.

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Grundrisse | Fassadenschnitt
Grundrisse | Fassadenschnitt
Axonometrie | Grundrisse
Axonometrie | Grundrisse
Innenraumperspektive
Innenraumperspektive
Querschnitt | Details
Querschnitt | Details
Außenraumperspektive
Außenraumperspektive