Die AJA

Die Entstehung der AJA – Eine Jahresausstellung von Studierenden für Studierende 

Seit 2014 präsentiert die Architekturfakultät der TUM die Ergebnisse eines Studienjahres in Jahresausstellungen. Bislang fanden sie mit unterschiedlichen Konzepten, wechselnden Organisationsgremien und an verschieden Orten statt. 2019 haben wir Studierende uns mit dem Wunsch zusammengeschlossen, an unserer Fakultät eine wiederkehrende Jahresschau mit festem Ausstellungskonzept zu etablieren. In Zusammenarbeit mit der Professur für Architekturgeschichte und kuratorische Praxis von Prof. Andres Lepik entwickelten wir über das letzte Jahr ein neues Konzept für eine Jahresausstellung, die jährlich nach dem Ende des Sommersemester in den Räumen der TUM-Architekturfakultät stattfinden würde.

Unser ursprüngliches Ausstellungskonzept mussten wir für den Sommer 2020 anpassen, weil eine Präsenz-Ausstellung in den Räumen der TUM aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen leider nicht möglich ist. Die AJA 2020 wird zur digitalen Ausstellung.

 

Update Architektur! – das Thema der AJA 2020

Neuanfang. Das ist für uns das große Thema 2020, nicht nur bezogen auf unser neues Ausstellungsformat. Wir möchten den Wandel der Zeit aus Sicht der Architekturstudierenden beleuchten. Was bringt das neue Jahrzehnt mit sich? Welchen Herausforderungen müssen wir uns als ArchitektInnen stellen? Wie sehr beeinflussen die verschiedenen früheren Generationen heutige PlanerInnen? Wie gehen wir mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen in der Lehre um? Sind wir UpToDate?

Im Laufe des Semesters sammelten wir verschiedenste Stimmen zu den Fragen, was ein Update Architektur bedeutet und wo wir  an der TUM-Architekturfakultät ein Update für nötig erachten. Beiträge sind u. a. Zitate aus einer Studierendenumfrage, Ausschnitte aus Interviews mit wissenschaftlichen MitarbeiterInnen (DurchDieWand), zusammengeschnittene Trailer aus Rahmenprogrammbeiträgen von studentischen Initiativen oder die DoktorantInnenpitches.

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag als Besucher unserer Ausstellung!

Mehr zum Thema Update Architektur!

 

Aufbau der Website

Die Symbole auf der Startseite der Website stellen die neun Themenräume dar, in denen Arbeiten zu verschiedenen Aspekten von Update Architektur! ausgestellt werden. Durch Klicken auf die schwarzen Pfeile gelangen BesucherInnen zur Bachelor Ausstellung im Weißen Saal, zur Semester-Ausstellung des Lehrstuhls für Bildende Kunst im Königsaal und zur Stadtraum-Karte, welche die Standorte der Schaufensteraktion zeigt. 

Das bunte Symbol in der Mitte verlinkt zu Inhalten rund um das Thema Update Architektur. Der gelbe Stern führt zum Rahmenprogramm – dem  AJA TV, einem Youtube-Kanal, auf dem Vorträge, Gesprächsrunden und andere Beiträge zu sehen sind. Im Hintergrund liegt ein Grundriss des Universitätsgebäudes der TUM, der den Bezug zum Ort der Architekturfakultät – dem Lebensmittelpunkt unseres Studienalltags – herstellt.

Zusätzlich zur Themenraum-Navigation erleichtert eine herkömmliche Navigation über eine Menüleiste sowie die Suchfunktion die gezielte Recherche nach bestimmten Informationen.

 

Ausstellungszeitraum

Alle Inhalte der Ausstellung sind ab 13.08.2020 bis Ende Oktober verfügbar. Nach dem Ende der Ausstellung werden nur noch einzelne Beiträge und Erinnerungen gezeigt sowie die nächste AJA 2021 angekündigt. Diese begrenzte Dauer der digitalen Ausstellung ist uns sehr wichtig, denn die Jahresausstellung soll keine Konkurrenz zu bestehenden (Archiv-) Formaten wie tum.collect und Lehrstuhlseiten darstellen, sondern im Gegenteil, diese um ein neues Format ergänzen.

Inhalte der Ausstellung

Die vielfältigen Inhalte der Jahresausstellung organisieren wir in neun Themenräumen, die diverse Fragen und Aspekte von Update Architektur! diskutieren. Diese Art der Präsentation ermöglicht es uns, unterschiedliche Arbeiten – Entwurfs- und theoretische Projekte, Forschungsarbeiten, Beiträge aus Seminaren, Publikationen – von verschiedenen Professuren und Institutionen der TUM-Architekturfakultät nach Themen sortiert zu zeigen und so neue inhaltliche Zusammenhänge innerhalb der Fakultät herzustellen.

In den Themenräumen fragen wir uns, wie wir mit den Herausforderungen und Chancen unserer Zeit umgehen: Wie verändern smarte Technologien und alternative Konstruktionsweisen unsere Gebäude und Lebensweisen? Wie bekämpft Nachverdichtung die Wohnungsnot in den Städten, was sind Raumkonzepte für Regionen mit Landflucht? Wie helfen Umnutzungen dabei, wertvollen Bestand zu erhalten und zu nutzen? Welche neuen Wohn- und Arbeitskonzepte brauchen wir in einer sich wandelnden Gesellschaft? Wie können wir nachhaltig bauen? Und wie stehen wir eigentlich zur gebauten Architektur von heute?

Außerdem beschäftigen wir uns mit den verschiedenen Lehr- und Forschungsmethoden sowie der Vermittlung von Architektur an unserer Fakultät: Brauchen wir neue visionäre Illustrationstechniken wie fotorealistische Renderings oder kommen wir mit traditionellen Darstellungen wie Handzeichnungen, Aquarellen und Innenraummodellen aus? Helfen uns für die Beantwortung aktueller Fragen neue Formate wie DesignBuild und interdisziplinäre Projekte? Wie forschen wir in der Architektur? Welche Rolle spielt die digitale Lehre – besonders vor dem aktuellen Hintergrund?

Ein Teil der Ausstellung wird den Eindrücken des besonderen Sommersemesters 2020 (#stayhome)  gewidmet. Wir fragen: Wie verändern Krisen wie die Corona-Pandemie, aber auch der Klimawandel oder die Flucht vor Kriegen unsere gebaute Umwelt und Lebensweisen?

In die AJA 2020 integrieren wir außerdem die Präsentation aller Bachelorarbeiten und die Semester-Ausstellung des Lehrstuhls für Bildende Kunst

 

Auswahl der Arbeiten 

Mit der Frage, welche Arbeiten wir auf der Jahresausstellung zeigen wollen und wie wir passende Arbeiten auswählen können, haben wir uns im Laufe der Planung intensiv beschäftigt.

Von Anfang an war uns wichtig, die Jahresausstellung einem aktuellen Thema zu widmen, welches durch Beiträge aus Lehre und Forschung diskutiert wird. Mit dieser Entscheidung  ging der Entschluss einher, die Ausstellungsinhalte von Seiten eines Organisationsteams zu kuratieren. Wir formten daher ein kuratorisches Team bestehend aus allen SeminarteilnehmerInnen sowie der Leitung des Seminars (Prof. Andres Lepik), welches die Auswahl aller Inhalte vornahm. Nichtsdestotrotz war für uns von großer Bedeutung, die einzelnen Studierenden und Forschenden der Architekturfakultät in den verschiedenen Planungsphasen stets zu Wort kommen zu lassen.

Wir entwickelten daher eine Strategie zur Auswahl der Arbeiten, durch die wir einerseits hochqualitative und zum Ausstellungsthema passende Inhalte zusammenstellen und andererseits jedem Mitglied unserer Fakultät die Teilnahme an der Jahresausstellung ermöglichen konnten. So arbeiteten wir intensiv mit den Professuren und Institutionen der Fakultät zusammen, die uns Vorschläge für Arbeiten zu den verschiedenen Aspekten von Update Architektur machten und im Anschluss die VerfasserInnen aufforderten, einen Beitrag zu leisten. Über einen Open Call forderten wir auf der anderen Seite Studierende und Forschende auf, eigene Arbeiten zu Update Architektur! einzureichen, welche wir dank der vorherigen Absprachen mit den Professuren einordnen konnten.