Die ökologische Bedeutung moderner „Holzbauriesen“

PublikationProfessur
Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land

Kern des Seminars „Spezialfragen Sustainable Urbanism“ war es Themen der nachhaltigen Stadtplanung eigenständig für sich zu identifizieren und durch Recherche von unterschiedlichster Quellen einschlägiger Literatur eine für das Projekt treffende Forschungsfrage auf zu stellen. Jeder Studierende entwickelte einen Forschungsansatz in Form einer wissenschaftlichen Arbeit bei dem Thema, Methode und Abgabeform frei wählbar waren. Im Verlauf des Semesters wurden die Studierenden dabei in individuellen Besprechungen von Prof. Michaeli unterstütz die Fragestellung und die inhaltliche Gliederung zu schärfen.
Daraus resultierte die folgende Arbeit, die die ökologischen Aspekte der immer größer werdenden internationalen Holzbauprojekte im Bezug auf eine nachhaltigere Baukultur erörtert.

Die Welt befindet sich in einer globalen Klimakrise. Obwohl Forscher seit 1965 vor der zunehmenden globalen Erderwärmung warnen, werden die notwendigen Veränderungen nur langsam umgesetzt. Um die Klimaerwärmung zumindest zu verlangsamen, müssen verschiedenste Akteure aus Politik und Wirtschaft auf globaler Ebene zusammenarbeiten und zügig längst überfällige Maßnahmen ergreifen. Insbesondere der Bausektor als einer der gewichtigsten Einflussfaktoren muss sich dabei verantworten. Etwa 14% der deutschlandweiten CO2-Emissionen stammen aus diesem Sektor , genauso wie 53% des deutschen Abfallaufkommens. Zudem lassen sich 39% des globalen Energieverbrauchs auf den Gebäudesektor zurückführen. Baumaterialien wie Beton und Stahl, die nachweislich eine schlechte Klimabilanz aufweisen, werden nach wie vor priorisiert verwendet. Außerdem wird in der Baupraxis weiterhin bevorzugt weggeworfen statt recycelt.
Organisationen wie zuletzt Architects for Future fordern von Architekten und Architektinnen und anderen Akteuren der Baubranche das aktive Verfolgen einer klimafreundlichen Baukultur, die ressourcenschonend und energieeffizient agiert. In der aktuellen Baukultur wird Nachhaltigkeit jedoch häufig zugunsten von Geschwindigkeit und Kosten vernachlässigt – dabei müssen neue Bauweisen und
-formen gefunden werden, die klimafreundlich, aber dennoch praktikabel sind. Nur so können sich diese etablieren und langfristig eine Alternative darstellen. Um sich diesen Herausforderungen stellen zu können, müssen wir uns nicht nur fragen, wie wir in Zukunft bauen, sondern auch, womit wir bauen wollen.
Ein potenzieller Lösungsansatz für diese Probleme ist der mehrgeschossige Holz-Hybridbau. Insbesondere im urbanen Wohnungsbau findet dieser als nachhaltige und zukunftsorientierte Bauweise vermehrt Aufmerksamkeit. Zugrundeliegend ist die Annahme, dass Holzbau klimafreundlicher ist als die derzeit überwiegend praktizierten Bauweisen. So benötigt die Herstellung von Holzwerkstoffen im Vergleich zu anderen Baustoffen wie Zement, Stahlbeton, Kunststoff, Ziegel oder Aluminium deutlich weniger CO2. Zum einen haben Bauteile aus Holz ein deutlich geringeres Gewicht, wodurch weniger Energie für den Transport benötigt wird. Darüber hinaus ist Holz der einzige Baustoff, der CO2 während seines natürlichen Wachstumsprozesses bindet und speichert.
Doch was bezwecken Städte und Projektentwickler mit den immer höher werdenden mehrgeschossigen Holzbauriesen und was ist der Einfluss dieser Pionierprojekte auf eine international ökologischere Baukultur?
In folgender Arbeit soll der ökologische Einfluss dieser Bauten durch eigenständig entwickelte Nachhaltigkeitsaspekte kritisch hinterfragt werden.

Wettrennen
Nachhaltig oder nicht?
Helfen diese Pioniere des mehrgeschossigen Holzbaus wirklich einer ökologischen Baukultur?
Die Solidarische Landwirtschaft Lucie Schmitz Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land simplyCity Konstantin Bausch, Roman Ficht, Johanna Kargruber, Sebastian Clark Koth Architekturinformatik Zuhause im Speckgürtel der Zukunft Jakob Ohlenmacher, Marius Moser Urban Design Vom Landwirt* zum Energiewirt* (*wirtin) Ramona Nübler Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land Steckling Luisa Borowski, Lavinia Krick Architecture and Timber Construction Powerful Greens Leonie Lux Architekturinformatik The Moodroom Arthur Coelho Debacco, Botond Fülöp, Xuanlin Chen Architekturinformatik UrbArena Katharina von Unold, Katharina Dropmann, Paula Erber, Daniel Wolfram, Anja Albrecht Landschaftsarchitektur und öffentlicher Raum club loko Theresa Bader, Christina Funke, Laura Höpfner, Stella Sommer, Leonie Wrighton Urban Design CITTASLOW Yuqing Cai, Yinuo Chen, Jiaoyang Sun, Jialing Zhang Landschaftsarchitektur und öffentlicher Raum (T)Raumteilung Westendstraße Ramona Nübler, Sophia Mühlberger Urban Design Berührungspunkt. Mensch und Tier Mara Steinert, Hannah Horn Entwerfen und Konstruieren Vital Juice Nemo Akkermann + Julian Hartauer + Romain Hekmat + Nathalie Judkowsky + Lea Lazzarini + Fabiana Ricco + Johanna Schindhelm + Davida Zimmermann Bildende Kunst Prayers for Rain Muriel Lippert + Anthony Butcher Städtische Architektur Creating Future Streets Karl Rösler Architekturinformatik Die ökologische Bedeutung moderner „Holzbauriesen“ Daniel Sponheimer Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land Der Prospekt - BaldHEIM Aura Huang, Yi Zhou Urban Design Go Green Cong Liu+Rong Peng Architekturinformatik Hybride Strukturen - Ein Hochhaus für Rotterdam Maria Babkina Städtische Architektur common ground - Ein Zwischenraum in Daglfing Elisabeth Stölzl Raumkunst und Lichtgestaltung Der Baukasten Ruben Felberbaum, Jonathan Hoff Urban Design Zürich West - Die Lebenswerte Stadt Joris Allemann, Tim Keim, Spyridon N. Koulouris Urban Design BONANZA Jessica Pörsch, Katharina Fesenmair, Florian Muhr Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen home