Schmal

Johanna Illig
Christina Arnold
Hannah Kraus
Professur
Baukonstruktion und Baustoffkunde
Projektarbeit
Im Kontext des Wohnungsmangels in München soll eine Lösung für das Wohnen der Zukunft entwickelt werden. Dabei soll auf Parzellen mit 12m x 12m x 12m ein dicht bebautes Quartier mit urbaner Qualität entstehen. Das entworfene Gebäude wird von Konzeptskizzen bis hin zu Anschlussdetails ausgearbeitet.
Mit dem vielfältigen Wohnungsangebot trägt der Entwurf zur Durchmischung des Viertels und zu einer bewussten, nachhaltigen Quartiersentwicklung bei. Das Konzept setzt den Fokus auf die grundsätzlichen Anforderungen an Wohnen. Das Abrücken von der Grundstücksgrenze ermöglicht eine beidseitige Belichtung auf dem Mittelgrundstück und schafft einen Innenhof. Im Erdgeschoss und im Keller finden öffentliche Nutzungen wie ein Unverpacktladen und eine Werkstatt Platz. In den Obergeschossen befindet sich eine Wohnung für 2 Personen, 2 übereinander gestapelte Studentenapartments sowie eine Maisonettewohnung für 4 Personen. Die vier Wohneinheiten werden über ein gemeinsames Treppenhaus erschlossen. Die Grundrisse gliedern sich in ein tragendes Schottensystem, das in Holzrahmenbauweise ausgeführt werden soll. Die Brettstapeldecke spannt jeweils über eine Schotte. Die Einteilung der Schotten findet sich deckungsgleich in allen Geschossen wieder, wobei einzelne Schotten durch Unterzüge aufgelockert werden, sodass Raumbezüge innerhalb der Einheiten entstehen. Das sich daraus ergebende Mäander wird für das Belichtungskonzept genutzt. Außen wird der Holzrahmenbau mit rostrot lasierten Schälfurnierplatten verkleidet. Wechselnd offene und geschlossene Flächen prägen die Fassade. Mehrteilige Schiebeläden, welche in der Tiefe der Fassade bündig geparkt werden können, lockern sie auf. In die Fassade eingerückt sind die gestapelten Loggien, die den Wohnraum erweitern.