Robert

Maximilian Lewark + Josiane Schmidt
Professur
Projektarbeit
Unter dem Titel Alles Was Irgendwie Nützt nahm sich das Studio eines Gewerbemischgebietes in Landshut an. Eine gewachsene Umgebung von Konglomeraten und Geschichten widersetzt sich architektonischer Erwartung. Das Programm wird vorgegeben durch den Bestand, die Erscheinung ist zufällig und doch determiniert durch Systeme und Baugesetze. In den marktgesteuerten Landschaften findet sich jedoch die nahezu künstlerische Selbstverwirklichung von Menschen, die schon immer dort gewesen sind. Zwischen dem eigenen Überformen und Entwickeln, hören wir ihnen [& unseren ProfessorInnen] zu und nehmen sie ernst [erstere]. Finden es schön und hässlich zugleich und begegnen Realität wie Zukunft mit offenen Armen. [In freundlicher Anlehnung an A&F]
Auf dem Gelände des Farbenhändlers lernten wir den Verkaufsleiter Robert kennen. Er erzählte von exzentrischen Chefs, Firmenübernahmen, seiner Begeisterung fürs Kunsthandwerk, seinem Stiefsohn. Die Anekdoten der Länge einer Zigarette begannen den Komplex zu bevölkern. Vielleicht ein Wohnschlauch für den verarmten Gründer in der Farbenhalle, eine gewebte Fassade aus Eternit oder eine Aufstockung für Roberts Patchworkfamilie. Sie sitzt als Raumfachwerk aus alten Schalungsteilen leicht schräg auf dem Nottreppenhaus, damit er seinen Lieblingsturm aus dem Schlafzimmer sehen kann. Über die Jahre wird ausgebaut, verändert, angepasst bis wir wieder mit ihm auf dem Dachkies stehen und gemeinsam auf das Konglomerat herunterschauen. Zur Schlusskritik fragt uns jemand, ob das denn noch schön ist? Als ob es nicht reicht, dass es da ist.
FinalReview_Ottostrasse13_JosianeMax_Visualisierung-Nordost-2040_in-Ordnung
Interventionen
Überformungen
Leben im Schlauch
Auszubildendenzimmer
Performance im digitalen Raum
Präsentationsart
Schrägschnitt
Durchblick
Wir mit Robert, Robert mit Uns
Alles bis zu dem Zaun vorne und noch mehr.