Powerful Greens

Professur
Architekturinformatik
Projektarbeit
Es geht um die Frage, wie wir - als Planer - die Resilienz öffentlicher Räume fördern können. Das Semesterprojekt "Sustainable Spaces | Shared Futures" dient dem Zweck, Werkzeuge zu konzipieren, die sich dieser Aufgabe stellen. Die Interaktion mit solchen Werkzeugen präkonfiguriert die Entwicklung zukünftiger Städte: Sie beeinflussen Stadtpolitik, politische Diskussionen, wie Planungsprozesse. Die Arbeit „Powerful Greens“ hat zum Ziel, die Gefahren eines nicht resilienten städtischen Kontexts zu veranschaulichen, sowie die Potentiale verschiedener Interventionen zur klima-resilienten Kompensation auf spielerische Weise zu vermitteln. Somit wird ein niedrigschwelliges Lern-Tool geschaffen, welches die Bürger dabei unterstützt, ihr Wissen zu einem immer mehr an Relevanz gewinnenden Thema zu erweitern.
Der “Urban Heat Island-Effect” beschreibt das Phänomen höherer Temperaturen im städtischen Raum im Vergleich zu dessen ländlicher Umgebung (Alavipanah et al. 2015). Dies ist ein Problem welches beispielsweise durch fehlendes Grün in urbanen Zentren, sowie zu viel versiegelte Flächen verstärkt wird. Nicht nur während Hitzeperioden können hierdurch Probleme und Gefahren entstehen, auch in anderen Fällen extremer Wetterbedingungen wie Kälte oder starken Regenfällen kann ein nicht-resilienter Stadtraum Schaden nehmen, da dieser nicht dazu fähig ist, verschiedene Formen von ihm zugesetzten Stress angemessen zu kompensieren. Es existieren viele mögliche Interventionen zur Bekämpfung städtischer Wärmeinseln auf der Ebene der urbanen ökologischen Resilienz, beispielsweise die Vermehrung städtischen Grüns, die Entsiegelung von Flächen, Grüne Dächer und Fassaden, sowie reflektierende Oberflächen. Ebenso kann Wasser im urbanen Raum, wie Brunnen, aber vor allem Flüsse und Seen einen großen Einfluss auf das Klima einer Stadt haben. Das Projekt "Powerful Greens" formuliert einen Lösungsansatz, um verschiedene mögliche „grüne Interventionen“ und deren positive Effekte verständlich zu vermitteln. Bürger*innen sollen dabei unterstützt werden, ihr Wissen über ein Thema zu erweitern, das immer mehr an Relevanz gewinnt. Im Diskurs mit städtischen Akteuren, kann ein Informations-Werkzeug Laien helfen, die Notwendigkeit bestimmter Entscheidungen besser zu verstehen und sich daraufhin eine fundierte eigene Meinung zu bilden. Die Idee vereint daraufhin die Aspekte von menschlichem Komfort mit dem Potential grüner Interventionen in einem digitalen Werkzeug. Dieses hat zum Ziel, Bürger*innen mittels eines spielerischen Ansatzes weiterzubilden und dadurch zur Teilnahme an Entscheidungsfindungen in ihren Quartieren zu befähigen. Im Spiel werden Benutzer*innen einem urbanen Raum gegenübergestellt, in welchem sie zwischen zwei extremen Witterungsbedingungen wählen können. Die Spieloberfläche bietet verschiedene Möglichkeiten Näheres zu verschiedenen nachhaltigen urbanen Strategien herauszufinden. Verschiedene Charaktere geben Aufschluss zur Verwundbarkeit unterschiedlicher Altersgruppen. Weiter können Spieler*innen durch die Platzierung verschiedener Elemente herausfinden, welchen positiven Einfluss Bäume, entsiegelte Flächen etc. auf ihren urbanen Kontext und ebenso indirekt auf gefährdete Personengruppen haben können. Im besten Fall, bringt dieses Werkzeug Akteure im urbanen Diskurs auf einer Ebene zusammen. Auf diese Weise könnte der Dialog zwischen Planer*innen und Bürger*innen interaktiver und zielführender werden, da Strategien auf Augenhöhe diskutiert werden können.
User Scenario
Example of how users are going to use the tool
Powerful Greens
Short Introduction-video to the semester project "Powerful Greens" Implemented at the Chair fo
Storyboard
First approach towards the topic of developing a communication-tool
Problem description
Citizens need to be able to participate in discussions about decision-making
User scenario
Idea of how users can approach and access complex information
Prototype
Screencast of using and explaining the game-prototype